Schwere Verletzung überschattet Niederlage von VfL Eintracht Hagen

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Sebastian Schneider vor dem tragischen Foul
Hagen: Ischelandhalle | Eine schwere Verletzung überschattet das Spiel des VFL Eintracht Hagen gegen ASV Hamm. Nach einem Foul eines Spieler des ASV Hamm verletzte sich Sebastian Schneider schwer an seinem Wurfarm. Die Schiedsrichter waren in sehr vielen Aktionen nicht auf der Höhe. Viele versteckte Fouls an den Hagenern wurde gar nicht gepfiffen. Auch härtere Fouls sind die Schiedsrichter übergangen. Nur im Gegenzug pfiffen sie alles gegen die Hagener. Wir hoffen trotzdem das Sebastian Schneider bald wieder spielen kann. Eintracht Hagen verlor mit 21 : 23 Toren.


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Der Schock saß tief für die Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen. Dies lag zum einen an der vermeidbaren Niederlage in einem extrem ruppig geführten Lokalduell mit dem ASV Hamm-Westfalen. Zum anderen, wie Trainer Lars Hepp auf der Pressekonferenz unterstrich, an der schweren Verletzung von Sebastian Schneider, der nach einem harten Foul von Julian Possehl in der 12. Minute mit einer schweren Armverletzung von einem Notarzt behandelt und ins Krankenhaus gebracht werden musste – während der Verursacher der Verletzung, der eine der Triebfedern auf Seiten des ASV war, die Gift ins Spiel brachten, über 60 Minuten nicht einmal eine Verwarnung erhielt. „Angesichts einer derartigen Verletzung rückt der Handball in den Hintergrund, ist nur Nebensache. Unsere Gedanken sind bei Sebastian, wir hoffen, dass die Verletzungen zumindest nicht so schwerwiegend sind, wie bei der ersten Diagnose befürchtet“, sagte Hepp.

Bereits nach wenigen Sekunden war auch dem letzten der 1200 Zuschauer in der Enervie Arena klar, welche Intensität die Partie haben würde. Nach seiner zweiten Abwehraktion sah der wiedergenesene Milan Weißbach die erste gelbe Karte eines Spiels, dessen Statistik am Ende sechs gelbe und zwei rote Karten sowie zwölf Zeitstrafen aufwies – eine Bilanz, die nach Ansicht vieler Beobachter des Spiels noch zu gering ausfiel. In den ersten Minuten war den Hausherren in der Offensive zudem eine gewisse Nervosität anzumerken, die sie allerdings spätestens mit dem 3:3 von Dragan Tubic (6.) ablegten. Dennoch zogen die Gäste bis zur 11. Minute auf 6:3 davon, begünstigt von einer Zeitstrafe für Pavel Prokopec. Danach ereignete sich die Szene, die den Zuschauern ins Mark fuhr, als Schneider in Überzahl Richtung Tor flog und zwar das 4:6 erzielte, aber nach der Attacke von Possehl auch derart unsanft landete, dass er unter Schmerzensschreien sofort signalisierte, dass etwas Schlimmes passiert ist. Das Ausschneiden von Schneider brachte samt der längeren Verletzungspause erneut einen Bruch ins Spiel der Grün-Gelben, steckte spürbar in den Köpfen seiner Mannschaftskollegen, die diesen Schock aber nach wenigen Minuten aus den Knochen schüttelten – und sich einschworen für ihren Torjäger unbedingt die zwei Punkte zu holen.

Der zweite Abschnitt war ein Spiegelbild der ersten 30 Minuten, allerdings hatte der VfL zunächst mehr Erfolg in seinen Aktionen und ging, vom Publikum unermüdlich nach vorne gepeitscht, beim 15:13 des guten Julian Renninger sogar mit zwei Treffern in Führung (39.). In der Folge entwickelte sich aber der überragende Tomas Mrkva zum Alptraum für die Eintracht. Sagenhafte 26 Paraden verzeichnete der tschechische Schlussmann, hielt fünf der zehn Hagener Siebenmeter. Nach einer roten Karte gegen Pavel Prokopec (53.) kippte die Partie mit dem 21:19 von Joscha Ritterbach (55.) in Richtung der Gäste. Auch mit dem Schlusspfiff blieb es hitzig, als das Publikum seinem Unmut über die harte Spielweise der Gäste freien Lauf ließ, woraufhin sich Gäste-Trainer Niels Pfannenschmidt sich zu einer obszönen Geste hinreißen gelassen haben soll, was er auf der Pressekonferenz aber vehement von sich wies. Zudem unterstrich er, dass seine Farben „ein überragendes Spiel“ abgeliefert haben. Beim Fantalk darauf angesprochen, ob die Spielweise des ASV vielleicht überhart gewesen sei, relativierte Jens Reinarz die Einschätzung des Publikums etwas: „Es war generell ein sehr hartes Spiel.“ Keine Schuld am Ausgang wollten die Akteure indes den Unparteiischen geben, auch wenn das Gros des Publikums die Meinung äußerte, man sei benachteiligt worden. „Auch wenn man in einzelnen Situationen denkt, dass man selbst anders entschieden hätte oder etwas anderes erwartet hätte, versuchen wir uns komplett auf unser Spiel zu konzentrieren. Ich denke, dass so etwas eher bei den Zuschauern für Unruhe sorgt. Wir müssen aber unsere Fehler analysieren“, unterstrich Torhüter Jürgen Müller stellvertretend für seine Mannschaftskameraden.

VfL: Mahncke (1.-42., 11/1 Paraden), Müller (4 Paraden), Tubic (4/1), Schneider (1), Rink, Weißbach (1), Renninger (3), Strohl, Aschenbroich, Reinarz (3/2), Kraus, Ciupinski (2), Prokopec (5/2), von Boenigk (2).

ASV: Doden (n.e.), Mrkva (26/5); Blohme (1), Huesmann (2), Brosch, Fuchs, Bergen (n.e.), Macke (2), Schmidt, Ritterbach (5/1), Zdrahala (3), Just (5/2), Orlowski (4), Possehl (1).
TEXT VFL EINTRACHT HAGEN
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