VfL Eintracht Hagen am Freitag bei Altmeister Essen zu Gast

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Vor der Saison hob Trainer Lars Hepp mahnend den Zeigefinger und unterstrich, dass es fortan die vermeintlich „leichten“ Gegner nicht mehr geben wird - auch wenn diese bereits eine Liga tiefer praktisch ausgestorben waren. Doch wie verrückt und ausgeglichen sich die 2. Handball-Bundesliga für Aufsteiger VfL Eintracht Hagen (und auch die Konkurrenten) tatsächlich gestalten sollte, ließ sich zu diesem Zeitpunkt kaum abschätzen. Allein ein Blick auf die Tabelle macht dies aber überdeutlich: Die Grün-Gelben sind als Aufsteiger mit 7:9 Punkten sehr stark gestartet, liegen nach acht Spieltagen dennoch „nur“ auf Platz 14.

Zwei Plätze höher rangiert mit Altmeister und Europapokalsieger TuSEM Essen, dem nächste Gegner des VfL am Freitag, 9. Oktober, um 19.30 Uhr. Eine Mannschaft, die von vielen Experten im Abstiegskampf gesehen worden ist, zunächst aber an der Spitze mitspielte. Nach dem Wechsel von Mark Dragunski, der wieder die Oberliga-Reserve betreut, zu Stefan Krebietke, dem vormaligen Prokuristen des Traditionsvereins, standen zunächst 5:1 Punkte auf der Haben-Seite, ehe der Motor – speziell auswärts – etwas zu stottern begann. Nicht außer Acht zu lassen ist dabei allerdings, dass die Essener ein ähnlich anspruchsvolles Programm abzuspulen hatten wie die Eintracht. „Es ist der nächste dicke Brocken, das nächste Hammerduell für uns“, erklärt Hepp daher auch. Dennoch ist der Trainer überzeugt, dass seine Farben bei einer ansprechenden Leistung genauso mithalten oder gar überraschen können wie etwa bei den Gastspielen in Emsdetten und Springe. Angeführt wird die junge Mannschaft der Gastgeber mit vielen Eigengewächsen von den Routiniers Michael Hegemann, der vorne wie hinten die Fäden zieht, und Paul Trodler, der einst für Hagen auflief und speziell in der Deckung ein immenses Arbeitspensum vorweisen kann. Die Mannen um Torjäger Jens Reinarz sind indes bin in die Spitzen motiviert aus dem Derby etwas Zählbares mitzunehmen.

„Die Vorbereitung auf das Spiel läuft bislang gut. Wir wissen, dass wir in der Vorwoche beim Unentschieden in Springe nicht das Optimum herausgeholt haben. Das wollen wir in Essen jetzt besser machen, uns den Punkt wiederholen - auch wenn uns bewusst ist, dass es sehr schwer wird, da Essen Zuhause bisher sehr stark gespielt hat“, analysiert der VfL-Kapitän mit Verweis auf die Heimbilanz des TuSEM, die 6:2 Punkte ausweist. Einzig gegen Spitzenreiter HC Coburg unterlag die Krebietke-Sieben in der Sporthalle Am Hallo bislang in dieser Spielzeit.

Personell bleibt bei der Eintracht alles wie gehabt: Milan Weißbach und Simon Ciupinski fallen weiter aus, ansonsten sind alle Akteure an Bord, darunter auch Patrik Kvalvik. Der schwedische Neuzugang arbeitet intensiv daran seinen Trainingsrückstand aufzuholen, hinterließ aber auch so einen starken Eindruck bei seiner Premiere für die Grün-Gelben in Springe. In Essen zählen Reinarz und Co. zudem erneut auf die lautstarke Unterstützung der Eintracht-Fans, die selbst in Springe mit über 60 Personen angereist waren und die Mannschaft konsequent nach vorne peitschten.
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