VfL Eintracht Hagen gewinnt in Dormagen mit 28:24 (12:9)

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Einen überzeugenden Erfolg feierten die Handballer des VfL Eintracht Hagen im ersten echten Spitzenspiel der 3. Liga West beim ambitionierten TSV Bayer Dormagen und sicherte sich damit zumindest bis zur Partie des Neusser HV beim Longericher SC Köln die Tabellenspitze. Nach fünf Spieltagen weist die Bilanz der Grün-Gelben somit immer noch eine blütenweiße Weste auf. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, jeder Spieler hatte seinen Anteil an dem verdienten Erfolg – den wir dank einer geschlossenen Leistung erzielt haben“, bilanzierte ein sichtlich zufriedener Trainer Lars Hepp nach dem Schlusspfiff.

Zu Beginn schafften es die Gäste allerdings nicht dem Spiel wie erhofft den Stempel aufzudrücken – dies lag zum einen an dem starken Auftritt der Hausherren, aber auch an einigen eigenen Unzulänglichkeiten. So brachte sich die gute Defensive einige Male selbst um den Lohn der Mühen, indem sie Abpraller oder geblockte Bälle nicht sicherte. In der Offensive gab der VfL ein ähnliches Bild ab, schön herausgespielte Treffer wechselten sich mit vermeidbaren technischen Fehlern ab. Doch in einer Auszeit kurz nach dem Treffer von Jan-Lars Gaubatz zum 6:6 (18.) hatte Hepp die entscheidenden taktischen Kniffe parat: Schnell setzten sich die Gäste ab, mussten sich nach einem erneuten Tor von Gaubatz zum 12:7 (26.) einzig den Vorwurf gefallen lassen, dass die mittlerweile zur Schau gestellte Überlegenheit nicht in einen höheren Vorsprung zum Pausentee mündete. Ursache waren genau die Fehler, die bereits in den ersten 18 Minuten für Sand im Getriebe gesorgt hatten.

Nach dem Seitenwechsel drehten die gastgebenden Wiesel noch einmal auf, und beim Anschlusstreffer zum 16:17 (40.) von Mathis Pötzsch hätte die Partie noch einmal kippen können. In dieser Phase zeigten aber speziell einige Routiniers ihre Qualitäten, allen voran Sebastian Schneider, den die Verantwortlichen von der Hochzeit seines Bruders zum Spiel „einfliegen“ ließen, mit einigen unnachahmlichen Gewaltwürfen. Spätestens mit dem Doppelschlag von Schneider und dem bärenstarken Julian Renninger (49./50.) bog die Eintracht auf die Siegerstraße ein – nur um sich am Ende erneut den Vorwurf gefallen lassen musste, dass der Abstand nicht höher ausfiel. Dieser „Makel“ störte aber bei der ausgelassenen Freude über diesen so wichtigen Erfolg niemanden.

Trotz der geschlossen starken Vorstellung der Mannschaft, die Hepp in den Vordergrund stellte, hob der Trainer dennoch zwei Spieler hervor: Neben Kreisläufer Renninger, der beinahe 60 Minuten lang jeden Quadratzentimeter der Halle „beackerte“, wie man es von ihm kennt, offensiv wie defensiv immer wieder Ausrufezeichen setzte, war dies Torhüter Tobias Mahncke. Verständlich, brachte es der an diesem Tag schlichtweg überragende Schlussmann doch auf weit über 20 Paraden.
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