Erstmalig 50 Prozent Frauenbeteiligung - neuer Vorstand bei der Hagener AIDS-Hilfe

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die neuen Ideenbringer. Von links nach rechts: Andrea Kurtz, Uwe Brüggemann. Dagmar Pröhl
 
die "Erfahrenen" alten Vorstände: von links nach rechts: Chistian Schmidt, Dina Budaiwi, Kevin Portsteffen
Hagen: AIDS-Hilfe Hagen |

Veränderung steht der Hagener AIDS-Hilfe ins Haus. Nachdem die Mitgliederversammlung am 22. April zunächst die Satzung geändert hatte, fanden turnusgemäß auch Vorstandswahlen statt.
Diese hielten Überraschungen bereit.

Während drei alte Vorstandsmitglieder einstimmig in ihrem Amt bestätigt wurden, wurden auch neue Kandidaten mit viel Zustimmung gewählt, die vorher niemand "auf dem Zettel" hatte. Der Vorstand ist damit auf sechs Personen gewachsen.
Dagmar Pröhl, Andrea Kurtz und Uwe Brüggemann boten dem Verein an, Verantwortung zu übernehmen, an den Schnittstellen zu unterstützen und bei den "alten Hasen" in die Lehre zu gehen.

"Wir waren angenehm überrascht, besser kann man es eigentlich gar nicht treffen, das Vorstandsamt braucht schon viel Einsatz", so Dina Budaiwi, seit sechs Jahren im Vorstand. Christian Schmidt, der seit 4 Jahren Vorstandsarbeit macht, ergänzt: "Entlastung, noch dazu von so kompetenter Seite, können wir immer brauchen."

Aufklärung für Jugendliche schon immer ein Schwerpunkt


Die Hilfe ist also höchst willkommen, zumal die AIDS-Hilfe mit ihrer neuen Satzung gerade den Bereich der Jugendarbeit weiter intensivieren will. Mit zwei Lehrern, Brüggemann und Budaiwi, hat die AIDS-Hilfe sicher zwei Persönlichkeiten im Boot, die gute Kontakte zum Beispiel zu den Schulen haben.

Die Aufklärungsarbeit für Jugendliche ist schon seit Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit. So bietet die AIDS-Hilfe seit langem schon eine Jugendgruppe für Schwule, Lesben und Transgender an, die unter anderem von Kevin Portsteffen begleitet wird. Portsteffen ist seit zwei Jahren Mitglied im Vorstand und freut sich über zupackende Kollegen, die ihm und dem hauptamtlichen Youthworker Andreas Rau zur Seite stehen.

Vorstandsamt bedeutet Herausforderung

Andrea Kurtz, jüngstes neues Vorstandmitglied versteht das Vorstandsamt als Herausforderung:
"Gerade in finanziell schwierigen Zeiten gilt es durch gemeinsames Lernen und ein schlagkräftiges Team die AIDS-Hilfe nach außen zu vertreten."

Dagmar Pröhl ergänzt: "Die AIDS-Hilfe benötigt wesentlich mehr Lobby und Öffentlichkeit." Ob sich das zu ihrem Wirkungsfeld entwickeln könnte? Genügend Erfahrung und gute Kontakte bringt sie mit ein. Beruflich bei der Agentur Mark verortet, hat sie schon mehrfach federführend den Mitmachparcours "Komm auf Tour" organisiert. Verhandlungen mit Sponsoren, Pressearbeit und der Umgang mit neuen Medien sind ihr daher bekannt. Auch Funktionäre und sogenannte "große Tiere" jagen der resoluten Frau keine Angst ein. Arbeitete sie doch jahrelang mit Erik. O Schulz, dem heutigen Oberbürgermeister, direkt zusammen.

Und auch Andrea Kurtz steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Nach einer "handfesten" Tischlerlehre absolviert sie nun eine Ausbildung als Altenpflegerin in der Evangelischen Stiftung Volmarstein und weiß sicher zuzupacken und ein Team zu bereichern.
Die AIDS-Hilfe ist sich sicher. Mit so viel geballter Kompetenz und Power ist sie gut aufgestellt, um den Herausforderungen der nächsten Jahre entgegenzutreten.

Ausstieg von Sven Söhnchen ist Wermutstropfen


Einziger Wermutstropfen bei den Vorstandswahlen war das Ausscheiden des langjährigen Vorstandsmitgliedes Sven Söhnchen, der leider nicht mehr kandidierte. "Sein politischer Sachverstand und seine konstruktiv-kritische Art werden uns fehlen", sind sich alle sicher.
Aber gemeinsam mit Andreas Rau und anderen "Verrückten" wird er den Fummellauf und den Nachtflohmarkt "Floh und Eule" weiter betreuen und die AIDS-Hilfe unterstützen, wo er kann.

Die Satzungsänderungen, die die Mitgliederversammlung beschlossen hat, werden sicher das Profil der Aids-Hilfe in zwei Punkten schärfen. Speziell die Arbeit in der Selbsthilfe von Menschen mit HIV/AIDS und die Jugendarbeit sollen nicht mehr nur gefördert werden. Stattdessen setzt die AIDS-Hilfe hier auf aktive Mitarbeit und Mitbestimmung beider Gruppen.

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Anja Seeberg aus Hagen | 02.05.2015 | 01:01  
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