Mitmach - Aktion Schwalbenzählung! vom NABU Hagen!
Wo? NABU Stadtverband Hagen, Haus Busch, 58099 Hagen
Helfen Sie dem NABU-Stadtverband Hagen den Bestand der heimischen Schwalbenarten zu erfassen und zu schützen!
Schwalben in Hagen
Noch kennt sie jeder, die Flugkünstler, die das Ende des Winters verkünden. Jahrhundertelang gehörten sie ganz selbstverständlich in jedes Dorf, auf jeden Bauernhof und auch in jede Stadt. Ihre fliegerischen Darbietungen dienen der Nahrungssuche. Schwalben ernähren sich von fliegenden Insekten und im Luftstrom treibenden Spinnen, die sie im Flug erbeuten.
Schwalben sind ausgeprägte Zugvögel. Dieser Eigenschaft verdanken sie ihren Ruf als Sommerboten. Die kalte Jahreszeit verbringen sie in Afrika. Im April kommen sie zum Brüten zu uns und im Oktober sammeln sie sich, um wieder gen Süden zu ziehen.
Mehl- und Rauchschwalben haben sich als so genannte „Kulturfolger“ an eine vom Menschen geprägte Umgebung angepasst. Sie tauschten ihre ursprünglichen Brutplätze an felsigen Steilküsten gegen einen Platz im Stall oder an der Hauswand ein. Somit blieb den Menschen ihre jährliche Rückkehr nicht verborgen. Das Schwalben immer wieder willkommen waren, zeigt das Sprichwort „Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren“. Doch inzwischen sind Sie trotz ihrer Anpassung an den Menschen
zu Sorgenkindern des Naturschutzes geworden. Die Intensivierung der Landwirtschaft (Bauernhöfe werden immer weniger), zunehmende Hygieneanforderungen (Menschen zerstören Nester aus Angst vor herunterfallendem Kot. Die simple Lösung: Ein einfaches Brett unter dem Nest montiert, fängt den Schwalbenkot auf!)) und die starke Versiegelung der Landschaft (neue Gewerbegebiete) machen ihnen zu schaffen.
In Nordrhein-Westfalen gibt es drei Schwalbenarten: Die Rauchschwalbe mit ihrer rötlich braunen Gesichtsmaske und den langen Schwanzspitzen, baut ihr Nest gerne im Inneren von Gebäuden, in Ställen, Schuppen, Garagen und Carports.Die Mehlschwalbe mit Ihrer hellen Unterseite, die aussieht, als wäre sie gerade in Mehl gelandet, baut ihre halbkugeligen Lehmnester an Hausfassaden und Dachvorsprüngen. Die Uferschwalbe ist die kleinste heimische Schwalbe. Sie ist ein Koloniebrüter und baut ihre ca.1 Meter langen Brutröhren gerne in sandige Steilufer! Obwohl Schwalben gesetzlich besonders geschützt sind, siehe das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)§ 44 werden Rauch-und Mehlschwalbe hierzulande als gefährdet in der Roten Liste geführt, die Uferschwalbe steht auf der Vorwarnliste. Das Zerstören von Schwalbenbruten kann beispielsweise mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Mit dieser Aktion möchte der NABU die Schwalbenbestände in Hagen erfassen und zudem Schwalbenfreunde, die diese bedrohten Vögel an und in ihren Gebäuden dulden oder sogar mit künstlichen Nestern und Lehmpfützen fördern, mit der Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" auszeichnen!
Wer bei dieser Aktion mitmachen und den Schwalben helfen möchte kann sich unter info@nabu-hagen.de melden od. unter Telefon: 0 177 – 91 00 201
Weitere Informationen zu dieser Aktion unter: www.nabu-hagen.de


