Pilgern in Herdecke entlang der Ruhr

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Mehr als einen Spaziergang bietet die ACK-Hagen (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinden) am Samstag, 7. Mai, an: Sie pilgern mit Interessierten entlang der Ruhr bis Schiffswinkel, dann über Sonnenstein, Kleff und Klusenberg bis zur Peterskirche. (Foto: ACK)

Die ACK-Hagen (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinden) lädt für den morgigen Samstag, 7. Mai, zum Pilgern in ökumenischer Gemeinschaft ein. Los geht es um 10 Uhr an der katholischen St.-Philippus-und-Jakobus-Kirche in Herdecke.

Der Pilgerweg steht unter dem Thema „Unterwegs sein mit Gott“. Er führt zunächst an der Ruhr entlang bis Schiffswinkel, dann über Sonnenstein, Kleff und Klusenberg bis zur Peterskirche. Zurück geht es über den Hengsteysee mit dem Ausflugsschiff.
Die Teilnehmer des ökumenischen Pilgerns sollten ausreichend Tagesverpflegung mitnehmen. Die reine Gehzeit wird etwa 3,5 Stunden betragen; mit Gottesdienst, Gebetsstationen, Pausen und Rückfahrt wird die Pilgergemeinschaft etwa fünf bis sechs Stunden unterwegs sein.
In diesem Jahr gestaltet die ACK das ökumenische Pilgern zum dritten Mal. Zu Beginn wird mit Lesung und im Gebet an den 40-tägigen Weg des Propheten Elias zum Gottesberg Horeb erinnert: Gott hat Elias mit Brot und Wasser für diesen Weg gestärkt. Als Zeichenhandlung bekommt jeder Teilnehmer von einem Mitpilger ein kleines Fladenbrot und einen Becher mit Wasser gereicht, begleitet von einem Segenswunsch – quasi an Stelle des Gottesboten.

Lesung, Lied, Gebet und Meditation

Danach beginnt der gemeinsame Weg, auf dem an zwei Stationen innegehalten wird. Die spirituellen Pausen werden gestaltet mit Schriftlesung, Lied, Gebet und Meditationsgedanken. Zudem wird Raum und Zeit gelassen, damit die Pilger ihre eigenen Gedanken formulieren und sich miteinander austauschen können. Das Pilgern endet schließlich mit einem Gottesdienst in der Peterskirche auf der Hohensyburg. Und dann folgt die gemeinsame Rückfahrt über den Hengsteysee – auch das kann dem Gedankenaustausch und dem gegenseitigen Kennnenlernen dienen.
Geboren wurde die Idee zum Pilgern in ökumenischer Gemeinschaft bei der Übernahme des Kulturhauptstadtkreuzes. Damals folgte eine recht große Zahl von Christen gemeinsam dem Kreuz, das durch die Straßen des Hagener Stadtteils Altenhagen von der evangelischen Markus-Kirche zur katholischen St.-Josefs-Kirche getragen wurde. Die beteiligten katholischen Christen erinnerte das an die Prozessionen zu Fronleichnam.

Den gleichen Weg gehen, die gleiche Anstrengung erfahren

Die evangelischen Christen konnten eher mit dem Begriff des Pilgerns etwas anfangen. Vertreter aller christlichen Kirchen und Gemeinden waren dabei und trugen abwechselnd das Kreuz. Für viele muss das wie ein Emmaus-Erlebnis gewesen sein: Begegnung miteinander war möglich und damit auch Begegnung mit "dem Herrn”. Diese Erfahrungen liegen den Planungen der ACK-Hagen für ökumenisches Pilgern zugrunde: den gleichen Weg gehen, die gleiche Anstrengung erfahren, Nähe erleben, miteinander Texte der Bibel hören, singen und beten, und auch schweigen – all das führt zu spirituelle Erfahrungen.
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