7. White Night sorgt für ein gewaltiges Klanggewitter

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Haltern. Selbst der Himmel hatte am Samstagabend seinen dunkelgrauen Wolkenmantel gegen einen weißen Himmelsanzug eingetauscht: Also kaum Regen, und das freute ganz besonders das mobile Funk-Kommando, dass am Marktplatz bereits ab 19 Uhr den musikalischen Startschuss für die 7. White Night abfeuerte. Die vier Vollblut-Funks von The Four Shops erledigten ihren Open Air Auftritt mit Bravour, packten das Publikum dabei am Kragen und rissen es mit in den musikalischen Konsumstrom.



Zum siebten Mal lockte die White Night in die Altstadt, und mittlerweile hat sich die Güte der Veranstaltung über die Stadtgrenzen hinaus herumgesprochen. Kein Wunder, deckt die breite Vielfalt der unterschiedlichen Musikrichtungen und Darbietungsformen doch so ziemlich jeden Geschmack ab. Die Besucher freute es – und sie feierten an den verschiedenen Spielorten, wanderten trotz gestiegener Luftfeuchtigkeit von Kneipe zu Kneipe und mischten sich ihre ganz eigene Hitparade zusammen.

Bier, Bratwurst und tolle Musik

Über „super Stimmung und tolle Musik“, freute sich Kirsten aus Haltern, die vor dem Rossini herzhaft in eine leckere Bratwurst biss. Freundin Bettina ohne Wurst aber mit einem Bier in der Hand hatte auch mächtig Spaß „Die Leute sind fröhlich und feiern, Ärger gibt es keinen.“ Im Gegenteil, wie man dem Jubel aus dem Hintergrund entnehmen konnte. „North and About“ aus Osnabrück sorgten mit ihrem Folk- und Country Rock hier für prächtige Stimmung. Im Zentral freuten sich die Türsteher: „Alles super, beste Laune“, bestätigte der junge Mann an der Kasse und winkte ein Pärchen vorbei, die begeistert in die Klangkulisse aus Beifall und Karibischer Salsa eintauchten. Für die südlichen Klänge sorgten hier die Rhythmus-Spezialisten von „Borinkuba“. Völlig unbeeindruckt vom westfälischen Nieselwetter verbreitete „Candeiro“ bei Bilkenroth Einflüsse vom Mittelmeer über Brasilien bis nach Indien.

Beste Stimmung bei westfälischem Nieselwetter

Bossa Nova, Samba, aber auch ungerade Rhythmen ließen einen groovebetonten Sound entstehen. Es war nicht die einzige Band, die die Besucher mit Weltmusik begeisterte. Das Bukahara-Trio benutze im Gewölbekeller seine Instrumente dabei auf eine erfrischend neue Art und Weise. So wurde die Geige zum Harmonieinstrument, die Posaune zur Tuba und der Gitarrist wechselt zwischen zwei Stücken ans Schlagzeug. Zusammen eine bunte Mixtur von Klängen aus der ganzen Welt.
Folk und Polka aus Irland (Bardic) im Gasthaus Döbber, LeBurn Maddox mit seinem New Urban Blues in der Schänke und die „78 Twins“ zwischen Rock, Pop, Soul, Blues und Funk im Josefhaus waren unbedingte Pflichtstationen beim feiernden Volk. „Man kann gar nicht alles sehen, aber wir versuchen es trotzdem“, scherzte ein Pärchen aus dem Ruhrgebiet. Eine junge Frau aus Haltern fügte hinzu: „Endlich ist mal was los, finde ich total klasse“.
In der Buchhandlung Kortenkamp kam es zur musikalischen Krimi Lesung, während im Böhm Designwerk der Songwriter Jan Röttger seine Lieder mit viel Leidenschaft präsentierte. Dort am Start war auch REKK. Der Lokalmatador Cookie Mußmann rockte die Hacienda und die Reggae Fans feierten mit den NRG Vibes im Stadtcafé, während im Arte Bistro Teresa die Akustiksongs des Duos „Die Zwei“ erklangen.
Die White Night ist jetzt schon Kult in der Seestadt – das veranstaltende Rockbüro und die vielen Sponsoren können also stolz auf diese ganz besondere Nacht sein.
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