ArTone Trio spielt Mozart zum Muttertag

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Haltern am See: Erlöserkirche | Der Freundeskreis Kirchenmusik und die evangelische Kirchengemeinde Haltern laden zu einem zusätzlichen Konzert in die Erlöserkirche ein.
Am Sonntag, dem 10. Mai, erklingt um 17 Uhr Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. Das "ArTone Trio" spielt das Divertimento in Es-Dur für Violine, Viola, und Violoncello KV 563.

Wolfgang Amadeus Mozart hatte das Divertimento in Es-Dur KV 563 im Spätsommer 1788 geschrieben - und mit dem Titel Divertimento Veranstalter und Publikum irregeführt. Aus rein finanziellen Aspekten hatte Mozart die gute Vermarktung von Kammermusik für sich entdeckt, und sein Logenbruder Michael Puchberg, für den dieses Werk geschrieben war, offenbar mit dem Hinweis auf den unterhaltenden Charakter überzeugt. Unterhaltend ist das Werk ganz ohne Frage; aber sicherlich war es nicht vordergründiges Ziel. Sie ist anspruchsvoll gedacht und anspruchsvoll zu spielen. Schon kurz nach seiner Veröffentlichung nutzte Mozart selbst es auf Reisen, um private Soireen damit auszurichten. Dabei saß er in den ersten Jahren selbst an der Bratsche und wählte vor Ort ausgezeichnete Geiger und Cellisten für die jeweilige Aufführung aus. Dies waren entweder auch professionelle Musiker oder ausgesprochen begabte Laien - denn nur solche sind in der Lage, einen solch umfassendes Kammermusikwerk genussvoll zu Gehör zu bringen. Auch hier gilt: Mozart leicht klingen zu lassen, ist ein schwieriges Unterfangen.

Die Ausführenden sind Ursula Hrdinova, Violine, Louisa Spahn, Viola, und Janet Boram Lee, Violoncello.

Ursula Hrdinova erhielt den ersten Geigen Unterricht bei ihrem Vater. Nach dem Besuch des Konservatoriums in Bratislava (Slowakei) studierte sie in Düsseldorf in der Violinklasse von Ida Bieler, bei der sie auch ihr Konzertexamen abschloss. Sie besuchte Meisterkurse bei R. Ricci, D. Sitkowetski, T. Brandis, I. Ozim und dem Melos Quartett. Außerdem war sie Mitglied des "Gustav Mahler Jugend Orchesters". Seit 2007 ist sie Mitglied der Ersten Violinen der Bochumer Symphoniker.

Die aus Armenien gebürtige Louisa Spahn gewann bereits 1990 während ihrer Ausbildung an der renommierten Tschaikowsky Musik-Schule in Eriwan den zweiten Preis des gesamtsowjetischen Bratschenwettbewerbes. Noch während ihrer anschließenden Weiterbildung am bekannten Komitas-Konservatorium wurde sie 1990 erste Bratschistin des Symphonischen Orchesters der Stadt Eriwan, um dann zwei Jahre später dem Armenischen Philharmonischen Orchester beizutreten. Es folgte eine Meisterklasse mit Kim Kashkashian. Sie vervollständigte ihre musikalische Ausbildung in den USA, wo sie 1998 an der Longy School of Music in Cambridge, Massachusetts, das Artist Diploma und den Master Degree erhielt. Während dieser Zeit war sie zweimal Förderungsstipendiatin des berühmten Boston Symphony Orchestra unter Seiji Ozawa in Tanglewood. 1997 wurde sie dort wegen außergewöhnlicher Leistungen mit dem C. D. Jackson Award ausgezeichnet. Louisa Spahn war in den USA Mitglied des Rhode Island Philharmonic Orchestra.

Seit 2001 ist sie Solobratschistin der Bochumer Symphoniker, wo sie schon seit ihrer Rückkehr aus den USA im Jahre 1998 tätig ist. Louisa Spahn gab bereits im Alter von neun Jahren ihr erstes Solokonzert und hat ein besonderes Interesse an Kammermusik. Sie war von 1994 bis 1998 Mitglied des Arden String Quartetts. In den USA nahm sie an mehreren Meisterklassen mit dem Juillard Quartett teil und hat seither zahlreiche Plattenaufnahmen eingespielt. Sie engagiert sich für die Ausbildung junger Nachwuchsmusiker. Neben zahlreichen Privatschülern hat Louisa Spahn von 1994-98 bereits als Dozentin beim Greater Boston Youth Symphony Orchestra unterrichtet. Sie ist seit 2011 an der Orchesterakademie des Landes Nordrhein-Westfalen als Dozentin tätig.

Janet Boram Lee wurde 1980 in Seoul, Korea geboren und erhielt im Alter von sieben Jahren ihren ersten Cello Unterricht. 1989 begann sie ihre musikalische Ausbildung als Jungstudentin in New York an der Juilliard School of Music. In dieser Zeit sammelte sie auch erste Konzerterfahrungen, z. B. in der Weil Carnegie Hall und zusammen mit der Lake Placid Symphonietta. Ihr weiterer Ausbildungsweg führte sie 1993 zunächst zurück nach Korea. 1997 setzte sie ihr Studium am Conservatoire Superieur de Paris fort, welches sie 1999 mit Auszeichnung beendete. Ein Jahr später begann sie an der Hochschule für Musik in Freiburg ein Aufbaustudium bei Prof. Christoph Henkel und schloss bei ihm ihr Konzertexamen ab. Seit 2000 ist sie Mitglied der Bochumer Symphoniker.

Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter bitten am Ausgang um eine Spende für den Freundeskreis Kirchenmusik.
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