Ausstellung: Flucht in der Kunst

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Mit einem sehr aktuellen Thema befasst sich die Kunstausstellung "Flüchtig?" im Alten Rathaus. Noch bis zum 10. April machen vier Künstler mit ihren Mitteln auf Flucht im Wort- und übertragenen Sinne aufmerksam.

Mit einer gut besuchten Vernissage eröffneten Antje Bücker, Markus Jöhring, Bernd Leistikow und Andreas Ruppert ihre Ausstellung im Alten Rathaus. "Was mit Blick auf das politische Weltgeschehen aussieht wie eine Kunstausstellung aus aktuellem Anlass, hat doch das vordergründige Ziel, auf das Dauerthema Flucht auch vor der eigenen Haustür aufmerksam zu machen", erklärt die Künstlerin Antje Bücker. Dabei gehe es nicht nur um die derzeit hochbrisante Flüchtlingsproblematik, die Menschen aus den Krisenregionen der Welt nach Deutschland - und damit auch nach Haltern - führt, sondern auch um seelische Flucht.

Mit Hinblick auf viele psychische Erkrankungen sagte Markus Jöhring: "Wenn wir uns zugestehen, in unserem eigenen Leben immer wieder einmal auf der Flucht gewesen zu sein, wenn auch aus weniger bedrohlichen Situationen heraus, als viele Flüchtlinge aus anderen Ländern, wenn wir uns also selbst mit unserer eigenen Flucht auseinandersetzen, dann können wir vielleicht einfacher eine Verbindung zu den Menschen finden, die auch in Deutschland ein Ende ihrer Flucht suchen".

Die Ausstellung mit 25 Werken ist noch bis zum 10. April zu den allgemeinen Öffnungszeiten zu sehen. Ein breites Rahmenprogramm mit Theater, Tanz und Performance rundet die Exposition ab.
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