Die Kunst liegt auf der Straße

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Wenn es darum geht besser keine schlafenden Hunde zu wecken, schleicht sich so mancher auf Zehenspitzen davon. Nicht so bei diesem Prachtexemplar, das am Mittwochnachmittag auf der Fußgängerzone in Haltern am See ein längeres Nickerchen hielt.

Nicht nur Kunst- und Hundeliebhaber blieben in Scharen stehen, als der Sand- und Origami-Künstler Mario seine 60 Kilo schwere Skulptur auf das Pflaster zauberte. Seine einzigen Hilfsmittel: eine große Portion Talent, anatomische Kenntnisse und ein altes Küchenmesser.
Damit ging der gebürtige Rumäne so schnell und so geschickt zu Werke, dass man schon sehr nah herankommen musste, um zu erkennen, dass es sich hier nicht um einen echten schlafenden Hund handelte.

Den zahlreichen Bewunderern waren Hund und Herrchen, die einem im wahrsten Sinne des Wortes Sand in die Augen streuten, weit mehr als eine müde Mark wert. Jung und Alt sparten nicht mit lobenden Worten. So mancher ließ sich anstecken und hätte gern selbst seiner Kreativität freien Lauf gelassen.
Am Feierabend wanderte das vergängliche Werk zum Bedauern der Passanten als Haufen Sand zurück in den Bollerwagen.

Mit seiner Aktion zeigte Mario, dass die meisten Künstler, Musiker und Schausteller nicht in der Lage sind von Aufträgen zu leben und für ein wenig Taschengeld diesen Weg beschreiten.
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