Ein Hoch auf die Heimat

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"Wenn lau dann jau," hieß es als die stellvertretende Bürgermeisterin Hiltrud Schlierkamp am Freitagabend schwungvoll mit dem Fassanstich das Heimatfest eröffnete.
 
Wer vermisste schon die Sonne bei einem so strahlenden Lächeln?
37. Halterner Heimatsfest war ein Fest für die Sinne.
Rund 70.000 Besucher kamen zum Heimatfest in die Seestadt und Aussteller und Händler waren zufrieden. Dem Stimmungshoch konnte auch ein vorübergehendes Wettertief nichts anhaben. Als am Sonntagabend gegen 22:00 Uhr die letzten Töne der Bands verklungen gingen drei tolle Tage voller Events, Märkte, Bühneshows und Kirmesrummel zu Ende.


Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah? Leichte Frage für jemanden der dort wohnt wo andere Urlaub machen! Neben den Halterner Pohlbürgern, Halternern und Halteranern zog es aber auch wieder zahllose Auswärtige an diesem Wochenende in die Seestadt. Das zwischenzeitlich schlechte Wetter konnte dabei der durchweg guten Stimmung keinen Abbruch tun. Die Verkehrssituation rund um die Feierlichkeiten blieb entspannt, zu nennenswerten Problemen kam es hierbei nicht. Unschön fielen dagegen alkoholisierte Jugendliche auf, die sich immer mal wieder in kleinere Schlägereien verwickeln ließen. Für drei der Trunkenbolde endete das Fest vorzeitig im Sixtus-Krankenhaus. Abgesehen davon aber stand der Spaß und die Freude über eine rundum gute Vorbereitung und ein gelungenes Event im Vordergrund.
Was so alles zu sehen, zu hören, zu schnuppern und zu bestaunen gab hier noch einmal in der Zusammenfassung:

Startschuss per Hammerschlag

"Wenn lau dann jau," hieß es als die stellvertretende Bürgermeisterin Hiltrud Schlierkamp am Freitagabend schwungvoll mit dem Fassanstich das Heimatfest eröffnete. Kurz darauf sprudelte der erste goldene Gertsensaft dieses Heimatfestes in den Humpen. Die trinkfreudigen Besucher ließen sich dann auch nicht lange bitten und nahmen das selbstgezapfte, kühle Blonde aus der Hand von Hiltrud Schlierkamp gerne entgegen. Mit einem zünftigen „Zum Wohle“ hieß es dann Bühne frei für die erste Band des Tages „Boom Drives Crazy“, die mit fetzigem Rock ´n´ Roll eine lange Nacht einläuteten.

Dekorativer Schmuck und farbenfrohes Kunsthandwerk in der Künstlermeile

Am Samstag und am Sonntag zeigten wieder die zahlreichen Künstler der näheren und weiteren Umgebung was sie über das Jahr gebastelt, gestrickt, genäht, gebacken, gemalt, getöpfert und sonst wie vorbereitet hatten. Der Ganthepot und die Mühlenstraße boten einen Augenschmauß, der mit dem Rausch der Farben und Formen eines orientalischen Basars durchaus mithalten konnte. Sich hier zu entscheiden zwischen selbstgemachten Dekoartikeln, Gemälden, Figuren und kunstvollen Strick- und Häkelwaren war wahrlich keine leichte Aufgabe.


Lippstraße wurde zum Laufsteg

Mächtig was los war auch beim Straßenfest der Lippstraße. Die Kaufmannschaft hatte in enger Kooperation mit der Stadtagentur ebenfalls ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, bei dem einige Highlights und wahre Publikumsmagneten nicht fehlten.
Gebührenden Applaus gab es für die professionellen und semiprofessionellen Auftritte der Models am Samstag- und Sonntagnachmittag. Allen voran das von Halterner Teenies sehnsüchtig erwartete Topmodel Taynara. Als sie elegant und mit gekonntem Hüftschwung dann endlich die Bühne beschritt, ging ein Raunen durch die Menge.
Wer vermisste schon die Sonne bei einem so strahlenden Lächeln wie es Taynara zur Schau stellte? Bis kurz vor Beginn der Modenschau hatte es buchstäblich aus Kübeln gegossen. Als dann aber die junge Schönheit die Bühne betrat, blieb offensichtlich selbst dem Himmel die Spucke weg und das dichtgedrängte Publikum sparte nicht bewundernden Ausrufen. Neben ihrem bezaubernden Lächeln stellte die GNTM-Finalistin und ihre Halterner Kolleginnen feinste Markendessous zur Schau. Aber auch die kommenden Basics und Hingucker der Herbst- und Wintermode wurden vorgestellt. Zu erwerben sind alle vorgestellten Stücke von der Brille, den Schuhen bis zur Oberbekleidung in den verschiedenen Boutiquen und Läden der Lippstraße. Im Anschluss an die Show gab es reichlich Applaus und die Gelegenheit für ein Autogramm und ein Selfie mit der sympathischen Taynara.

Nicht weniger umschwärmt wurde Lena Meinhard in der Rolle der Schneekönigin. Als die eisblaue Märchengestalt dann begann "Ich lass los" zu singen, schmolzen die Herzen der Kinder reihenweise und so konnte auch sie natürlich in der anschließenden Autogrammstunde viele kleine und große Fans glücklich machen.
Das musikalische Rahmenprogramm bestritt das DJ-Duo Marcus und Marcel, das mit dem Auftritt von Coconut-Banane zusätzlich eine ganz besondere Überraschung im Gepäck hatte.

Dirk Balke, Organisator des Lippstraßenfestes war zufrieden mit dem Verlauf der drei Tage. Trotz des heftigen Regens am Sonntag konnte er eine bessere Bilanz ziehen als im Vorjahr.


Für die gute Sache – Initiativen und Vereine

Neben Verkaufsständen, Bier- und Pommesbuden mischten sich im Park und den Nebenstraßen der Rekumerstraße auch verschiedene Stände Halterner Orginsationen, die für den guten Zweck ihre Waren anboten. So hatten die Mitarbeiter von Arco Iris wieder einen großen Flohmarkt mit allerhand begehrten Schnäppchen in der Muttergottesstiege. Die Einnahmen kommen Kindern in Bolivien zugute und helfen dabei den Ärmsten der Armen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Ebenfalls nach Lateinamerika, genauer gesagt nach Brasilien, fließen die Einnahmen, die die Initiative Ajuda mit ihrem Caipirinha-Stand im Park erzielen konnte. Die brasilianischen Cocktails waren so begehrt, dass die ehrenamtlichen Barmixer zeitweilig im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun hatten um die Vielzahl der Bestellungen bewältigen zu können.

Dass Judo viel mehr als nur Sport ist, bewiesen am Samstag die kleinen und großen Mitglieder des Judoclubs Haltern in eindrucksvollen Vorführungen. Zuschauer und Interessierte nutzten die Gelegenheit sich von der japanischen Kampfsportart, deren Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ beziehungsweise „maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand“ ist, ein Bild zu machen.
Im Marienhof zogen Pedalecs und Elekrobikes die Besucher in ihren Bann. Die Firma Big Wheel aus Haltern stellte hier die technischen Neuheiten aus der Welt der Zweiräder vor und lud zum Ausprobieren ein.

Auf die Ohren – Musik, die ins Blut und ins Tanzbein ging

Beim Heimatfest gab es auch musikalisch ordentlich was auf die Ohren. Im Park animierten die Billyboyz mit altbekannten und angesagten Dauerbrennern ihre Gäste zum Mitsingen und wurden erst nach mehreren Zugaben entlassen. Am Markt vor der Sixtuskirche ging der Rock `n` Roll der Boome Drive Crazy-Band ins Blut und auch bayrische Klänge und Blasmusik standen neben vielen weiteren Acts auf dem Programm.

Das Beste zum Schluss - Horst Jablonski-Bühne rockt

Das Beste kommt laut Sprichwort immer zum Schluss. Musikalisch kam es mit CC Cover Coast am Samstagabend auf der Rockbüro-Bühne im Wendehammer aber schon in der goldenen Mitte des Heimatfestwochenendes. Die fünfköpfige Band der Halterner Musikschule um die stimmgewaltige Frontfrau Sophia Fortmann heizte ihren zahlreichen Fans mit Coversongs von Rage against the machine, Red hot Chili Peppers und Bloc Party so gehörig ein, dass die aufkommende Bewölkung für eine willkommene Abkühlung nach dem einstündigen Head-Bang-Konzert sorgte. Im Anschluss rockten weitere 13 Bands aus Münster, Dülmen und die gewohnt gute Altherren-Riege und der Rockbüro-Nachwuchs die Bühne. Unter anderen zeigten Straight on!, Braindrain, National Park Visitor Center, Methhead und Mayze was sie in Sachen Rock, Indie und Metal drauf haben.

Zurück zur archaischen Musik ging es dann mit der Formation Rythm Section Haltern. Mit dröhnenden Trommeln und einer Feuershow, die den (im doppelten Sinne des Wortes) bewegenden Rhythmen zusätzlich etwas Mystisches verliehen, ging am Sonntagabend ein rundum gelungenes Wochenende zu Ende.

Die drei tollen Tage des Heimatfestes gingen wieder einmal viel zu schnell vorbei und uns alle hat der Alltag schneller wieder eingeholt als gewünscht. Allerdings mischt sich in das anfängliche Murren, das Montage für gewöhnlich so mit sich bringen, schon jetzt beim Schreiben über die vielen Höhepunkte des Festes die Vorfreude auf das nächste Jahr!
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