Wasser, Wind und wogende Stimmung beim Stausee-Festival

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Das Wetter war nicht optimal - die Stimmung um so mehr!
 

Das Wetter hatte mal wieder zu Wünschen übrig gelassen. So mancher Sportler ist auch Baden gegangen. Ins Wasser gefallen ist die Veranstaltung deshalb noch lange nicht! Rund 1000 Sportler hatten sich vorab für die Teilnahme angemeldet. Zusammen mit den Besuchern genossen sie am Samstag und Sonntag trotz Wind und Regen die Seetage am Halterner Stausee.

Am frühen Samstagvormittag startete die Veranstaltung mit dem Drachenboot-Rennen. In zwei Zeitrennen hieß es für die Teams, ihr Können auf der 200 Meter langen Strecke auf dem Wasser unter Beweis zu stellen. Dabei machten die Boote mit den Drachenköpfen und die Ruderer mächtig Eindruck: in fantasievollen Verkleidungen und lauten Schlachtrufen gingen sie an den Start. Ob im Pferdekostüm oder als Hippies verkleidet - der Spaß stand an erster Stelle. Angefeuert von ihren Steuermännern und den Trommlern, die den Takt vorgaben, ließen die jeweils etwa 18 Ruderer die Paddel durch die Stausee-Fluten gleiten und wurden auch mal gehörig nass dabei.

Im Qualifikationsrennen vor dem eigentlichen Wettbewerb sicherte sich das Team Pro Vital den dritten Platz. Sport Balance kam auf den zweiten Platz und den ersten Platz belegten die Flaesheimer Drachentöter. Am Samstag nahmen 26 Teams an dem Ruderwettbewerb teil, am Sonntag gingen noch einmal 17 Mannschaften an den Start. In der Gesamtwertung der sechs verschiedenen Final-Cup-Rennen lag schließlich beim Sparkassencup das Team Sportbalance vorn, gefolgt von Pro Vital und den Winkels. Den Winkels-Cup gewann die Mannschaft Bigwheel-Spiridon. Die Postdrachen bestritten den Volksbank-Cup. Die Flying Seagulls aus Haltern holten sich den Cup der Halterner Zeitung. Team Bauch und Hüfte lag beim Bauen-und Leben-Cup vorn.

Zu Land, zu Wasser und in der Luft

Nicht nur das Wasser war das vorrangige Element für die Sportler. Auch der Strand hatte einige Acts zu bieten. Wobei die Aktivitäten im lockeren Sand wie Beachvolleyball, Indiaca und Beachsoccer für die Teilnehmer besonders anstrengend waren. Für den einen oder anderen dürfte die neue Woche wohl mit reichlich Muskelkater beginnen.

Wer wollte, hatte auch die Gelegenheit beim Schnuppersegeln die Nase in den Wind zu halten. Selbst in der Luft zeigten Fallschirmspringer was sie drauf haben und landeten vor den Augen der Zuschauer sicher am Strand. Tabaluga Tivi, Aqua Funballs, Kinderdisco, Hüpfburg, Kistenturm-Klettern und Surfsimulator machten die Seetage auch für Familien mit Kindern zum gelungenen Event. Im aufblasbaren Piratenschiff konnten sich die Kleinen als echte Seeräuber fühlen.

„Es hätten mehr Besucher kommen können“

Der Verein Haltern Aktiv e.V., Rhein-Ruhr-Sport und verschiedene Partner waren Veranstalter der Halterner Seetage, die nun Stausee-Festival heißen. Dass das Wetter nach den Sonnentagen der vergangenen Woche auch dieses mal pünktlich zu Beginn des Event-Wochenendes wieder schlechter wurde, war nach den Erfahrungen der letzten Jahre schon eigentlich zu erwarten gewesen. Wahrscheinlich war dies der Grund, warum die Besucherzahlen nicht besonders hoch waren. Dennoch waren letztendlich alle sehr zufrieden mit dem Verlauf. Für die, die da waren, waren die zwei Tage am See ein tolles Event, berichtete auch Mike Kestermann von der Stadtagentur.

Super Stimmung beim Sunset-Beach-Festival

Der Höhepunkt des Samstagabends war für viele vorwiegend jüngere Besucher sicher das Sunset-Beach-Festival. Neben DJ Kungs machten Moguai, Tube & Berger, Salvatore Mancuso, Ulf Alexander, Phil Fuldner und Format:B den Strand zur Tanzfläche. Rund 9000 Besucher ließen sich vom Sound begeistern und rockten das Seebad. Dementsprechend zufrieden waren auch die Organisatoren.

Die Freundinnen Angelika und Kerstin hatten sich schon vor Wochen ihre Eintrittskarten gesichert und waren aus Vreden für das Wochenende am Stausee angereist. „Es war einfach geil“, berichteten sie: “Das beste war aber, dass wir am späten Abend mit DJ Kungs im Taxi zurück in unsere Airbnb-Unterkunft in Haltern gefahren sind. „Seine Mucke ist super und er selbst ist auch ein ganz toller Kerl,“ schwärmten beide.

Unter dem großen Dach vor der Bühne konnten die meisten Besucher trockenen Fußes abrocken. Aber auch „Singing and dancing in the rain“ war durchaus angesagt am (leider nur im übertragenen Sinne) heißesten Weekend des Jahres.
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