Bürgerpreis Ehrenamt geht an Jutta Voskort, Gisela Schmitt und Muriel Neumeister

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Bereits zum zwölften Mal übergab die Stadt Haltern am See in Zusammenarbeit mit der Stadtsparkasse den Bürgerpreis Ehrenamt Preisträger in diesem Jahr sind Jutta Voskort, die als Vorsitzende der Halterner Tafel eine Sieben-Tage-Woche bestreitet, und Gisela Schmitt und Frau Muriel Neumeister, die beide im Caritasverband ehrenamtlich eine Menge bewirken und bewirkt haben. Unmittelbar nachdem Bürgermeister Bodo Klimpel den Preis an Jutta Voskort verliehen hatte, bedankte sie sich sichtlich gerührt: „Ohne meinen Mann, der stets zu mir steht, wäre das nicht möglich.“

In seiner Laudatio begrüßte Bodo Klimpel es ausdrücklich, dass es in Haltern am See eine ganze Reihe von ehrenamtlich Tätigen gibt, die in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv sind. Klimpel: „Was Sie tun, ist groß, auch wenn es sich vielleicht ,nur‘ um kleine Taten handelt. Vielfach gerät dieses Handeln gar nicht in die Schlagzeilen, es geschieht oft im Verborgenen. Aber es ist groß, weil es dieses Mehr enthält. Denn es ist mehr, als man erwarten darf; es ist groß, weil es viel bewirkt. Es bringt uns in Haltern am See Lebensqualität, wenn die ehrenamtlich so stark engagierten Menschen sich so stark einbringen. Und schon dafür möchten wir Ihnen allen herzlich danken.“ Der Bürgermeister stellte auch die Frage, was fehlte nicht alles, wenn es kein ehrenamtliches Engagement gäbe. „Das mögen wir uns eigentlich gar nicht ausmalen. Vieles von dem, was wir für selbstverständlich halten, könnte gar nicht so funktionieren oder stattfinden, wie es das tut. Denn unsere ganze Gesellschaft ist durchzogen von Freiwilligentätigkeit.“ Er erinnerte an den Sport oder die Kultur, das Soziale oder auch die Politik, überall wirken ehrenamtlich Tätige mit. Überall sorgen Freiwillige dafür, dass die Dinge ans Laufen kommen oder besser laufen. Sei es, dass sie Kindern bei den Hausaufgaben helfen, wöchentlich Kranke besuchen oder einen Hilfstransport für Bedürftige in einem fernen Land leiten; sei es, dass sie in einem Verein oder bei der freiwilligen Feuerwehr mitmachen. „All dies bringt den Einzelnen, denen sich die Freiwilligen zuwenden, viel; all dies bringt unsere Gesellschaft insgesamt weiter.“

Bürgerengagement nur Gewinner

Für Klimpel kennt Bürgerengagement nur Gewinner. „Alle profitieren: diejenigen, denen das Engagement gilt; diejenigen, die sich engagieren; und die Gesellschaft, in der das Engagement stattfindet. Denn Bürgerengagement fördert den Zusammenhalt und erwirtschaftet in unserer auf Bilanzen fixierten Welt das so nötige soziale Kapital. Und das tut unserer Demokratie gut, die auf Chancengleichheit und Gerechtigkeit, die auf Mitmenschlichkeit bedacht und angewiesen ist.
Gisela Schmitt und Frau Muriel Neumeister engagieren sich im Caritasverband. Vor zehn Jahren hat die gelernte Kirchenmusikerin und Sozialpädagogin Gisela Schmitt Jugendlichen mit Behinderungen und deren Eltern die so genannte Veeh-Harfe näher gebracht. In einem Workshop haben sie gemeinsam dieses Saiteninstrument erstellt. Daraus entwickelte sich ein kleines Orchester, das wöchentlich übte und bald auch Auftritte hatte. Hinzu kam eine zweite Gruppe mit Kindern, die ein Handicap haben. Mit dem diesjährigen Konzert zum zehnjährigen Bestehen der Gruppe Feenklang gründete Frau Schmitt ein „inklusives Orchester“, in dem die Gruppe Feenklang zusammen mit anderen Musikgruppen spielte. Insgesamt hat Frau Schmitt durch ihr Engagement vielen Menschen mit Handicap das Musizieren vermittelt und mit ihrer Musik Menschen im Sinne einer inklusiven Gesellschaft zusammengebracht.
Muriel Neumeister hat ihr Ehrenamt begonnen in der Freizeitgruppenarbeit des Familienunterstützenden Dienstes beim Caritasverband. Dabei lag auch ihr der „inklusive Gedanke“ sehr am Herzen. So begleitet und leitet sie seit vielen Jahren Woche für Woche die Freizeitgruppe für Menschen mit Behinderungen Außerdem begleitet Frau Neumeister die jährlichen Wochenendfreizeiten und die einwöchigen Herbstfreizeiten für die gleiche Zielgruppe. Dabei wird stets die Fähigkeit von Frau Neumeister gelobt, wie sie auf die Menschen zugehen kann und ihnen zugewandt ist.
Schon Jahre 2005 hat die Halterner Tafel als Gruppe den Bürgerpreis Ehrenamt bekommen. Damals war Jutta Voskort noch gar nicht lange in der Tafel aktiv, aber schon seit 2005 stellvertretende Vorsitzende. Nun bekam sie die individuelle Auszeichnung, weil sie nun schon eine ganze Weile, nämlich seit 2007, den Vorsitz der Halterner Tafel innehat sich nach Meinung aller Beteiligter in der Tafel in herausragender Art und Weise engagiert. So heißt es immer wieder, dass Frau Voskort eine Sieben-Tage-Woche bestreitet, um dafür zu sorgen, dass stets neue Waren besorgt werden, um diese an die enorm große Zahl an Bedürftigen ausgeben zu können. Für Bodo Klimpel hat dies Ausmaße eines gar nicht so kleinen mittelständigen Unternehmens angenommen, das Jutta Voskort leitet.
Die Jury entschied sich einstimmig für diese Preisträger.
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