Eine Stadt trägt Trauer: In dem abgestürzten Germanwings-Airbus saßen16 Jugendliche und zwei Lehrerinnen aus Haltern

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An Bord der Unglücksmaschine, die am Dienstag über Frankreich abgestürzt ist, waren auch Schüler und Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums aus Haltern gewesen. 16 Jugendliche und zwei Lehrerinnen waren für eine Woche auf einem Schüleraustausch in der Nähe von Barcelona und sollten am Dienstag zurückkehren. Als die Nachricht am Mittag die Schule in Haltern erreichte, rückte sofort die Feuerwehr, der Rettungsdienst und Notfallseelsorger zur Schule an die Holtwicker Straße aus. Sie betreuten hier Angehörige (Foto: Bludau)
 

Haltern hat sein Lachen verloren. Vor dem Rathaus hängt die Deutschlandfahne schlaff auf Halbmast, drinnen im Ratssaal kämpft Bürgermeister Bodo Klimpel vor gut 100 Pressevertretern mit den Tränen, als er die tieftraurige Nachricht bekannt gibt: Man müsse mit dem Schlimmsten rechnen, auch wenn noch keine offizielle Bestätigung vorliegt.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seien bei dem Absturz des ‪Airbus‬ A320 von ‪Germanwings‬ auch 16 Jugendliche und zwei Lehrerinnen aus Haltern unter den Opfern. Sein Mitgefühl gelte jetzt vor allem den Angehörigen.
Sichtlich angeschlagen lobt das Stadtoberhaupt das Verhalten der Medienvertreter und bat weiter darum, doch rücksichtsvoll die betroffenen Familien in Ruhe trauern zu lassen.
Draußen vor dem Rathaus sieht man immer wieder Jugendliche mit gelben Rosen in den Händen. Schweigend machen sie sich auf den Weg, um die Blumen am Gymnasium niederzulegen.
Auch in der Innenstadt ist irgendwie alles wie gedämpft, selbst die vielen Kinder, die sonst lebhaft vor der Eisdiele warten, sind ruhiger als sonst. Doch auch außerhalb der Seestadt ist tiefe Trauer aber auch große Anteilnahme zu spüren.
Tief bestürzt und schockiert hat Landrat Cay Süberkrüb die Nachricht vom Absturz einer Germanwings-Maschine mit 16 Schülerinnen und Schülern und zwei Lehrkräften vom Joseph-König-Gymnasium Haltern an Bord aufgenommen. „Ich bin sehr traurig. In diesem Moment gilt mein ganzes Mitgefühl und meine Anteilnahme den Eltern, Geschwistern und Angehörigen sowie auch den Mitschülern. Über sie ist plötzlich und unerwartet ein großes Unglück und viel menschliches Leid hereingebrochen. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen viel Kraft für die nächsten Stunden und Tage.“
Schulministerin Sylvia Löhrmann hat tief erschüttert auf die Nachricht vom Flugzeugabsturz in Südfrankreich reagiert. In einem Telefonat mit dem Schulleiter drückte Ministerin Löhrmann ihre Anteilnahme aus und hat der Schule jedwede Unterstützung in dieser schweren Situation zugesagt: „In tiefer Trauer gilt unser ganzes Mitgefühl den Angehörigen und Freunden der Opfer. In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei ihnen und der Schulgemeinde.“ Die Bezirksregierung hat die erforderlichen Schritte unternommen, um die Schulgemeinschaft seelsorgerisch zu betreuen. Ein Krisenteam ist vor Ort.

„In Gedanken sind wir bei den Familienangehörigen und Freunden der Opfer.“


NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat Trauerbeflaggung für alle
Dienstgebäude des Landes und der Gemeinden angeordnet. „Damit bringen wir unsere tiefe Betroffenheit über dieses schreckliche Unglück zum Ausdruck“, erklärte Jäger. „In Gedanken sind wir bei den Familienangehörigen und Freunden der Opfer.“
Der Lufthansa liegen nach Aussagen von Konzernchef Carsten Spohr noch keine Erkenntnisse über den Grund für den Absturz des Flugzeugs vor. „Wir können noch keine Angaben zum Unfallhergang bei Germanwings machen“, sagt Spohr. Er werde sich nun mit Mitgliedern der Bundesregierung auf den Weg zur Unfallstelle nach Frankreich begeben. „Unsere Gedanken sind bei Passagieren, der Crew und den Angehörigen in dieser schwarzen Stunde unseres Unternehmens.“
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