Haltern gedenkt der Opfer des Flugzeug-Absturzes

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Bürgermeister Bodo Klimpel, Vertreter des Verwaltungsvorstandes und des Stadtrates fassten sich vor der Kirche auf dem Rondell an die Hände und verharrten in aller Stille für einige Minuten. (Foto: Stadt)

Haltern. Hunderte von Halterner Bürgerinnen und Bürger gedachten am Donnerstag um 10.41 Uhr, dem Zeitpunkt des Absturzes, in einer Schweigeminute der 16 Schülerinnen und Schüler sowie der zwei Lehrerinnen des Halterner Joseph-König-Gymnasiums. Sie gehörten zu den Opfern des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen am 24. März 2015.

Die trauernden Menschen kamen auf dem Marktplatz vor der St.-Sixtus-Kirche zusammen. Schon bevor in der ganzen Stadt die Kirchenglocken läuteten, kehrte eine beeindruckende Ruhe auf dem Marktplatz ein. So ruhte auch der Marktbetrieb für einige Minuten. Bürgermeister Bodo Klimpel, Vertreter des Verwaltungsvorstandes und des Stadtrates fassten sich vor der Kirche auf dem Rondell an die Hände und verharrten in aller Stille für einige Minuten.
Anschließend gingen mit ihnen etwa 1000 Menschen zum ökumenischen Gedenkgottesdienst in die Sixtuskirche. Dort erklärte Pastoralreferent Hans-Jürgen Ludwig: „Der Schmerz ist heute noch derselbe, er ist vor allem für die Familien ein neuer, ständiger Begleiter.“ 18 einzeln aufgebundene weiße Calla standen im Chorraum, dazu die Namen der verstorbenen Schüler und Lehrerinnen, gebettet auf Tüchern in Regenbogenfarben. Als Hans-Jürgen Ludwig die Namen verlas, herrschte absolute Stille.

„Der Schmerz ist heute noch derselbe, er ist vor allem für die Familien ein neuer, ständiger Begleiter.“


„Wir werden ewig an euch denken“, las Bürgermeister Bodo Klimpel später einen Eintrag aus dem Fürbittenbuch vom September letzten Jahres vor. Darin hieß es außerdem: „Der Alltag ist dennoch eingekehrt, doch das Unglück vom 24. März ist nicht vergessen. Gerade die kleinen Momente lassen an Euch denken. Ein Lächeln, das aus dem Unterbewusstsein auf einmal da ist. Dein Lächeln, …Du warst besonders. (…) Erst wenn man etwas verloren hat, dann versteht man, wie wertvoll es war. (…) Wir vermissen Euch.“
In seiner Predigt versuchte Pfarrer Karl Henschel Trost zu vermitteln: „Es bleibt nach dem Verlust eines Menschen eine nicht zu füllende Lücke, die bleiben muss – aus Respekt für diesen einzigartigen Menschen und seine Unverwechselbarkeit. Wir tragen schwer an dem Verlust, der vor einem Jahr so viele Familien in unserer Stadt und weit darüber hinaus getroffen hat. Versuche, das Leben neu zu sortieren, können über den Schmerz und die Leere nach dem Tod eines Kindes, einer Schwester oder einer Freundin keine Brücke bauen. Die Einzigartigkeit dieses Menschen und die Erinnerungen, die man mit ihm verbindet, dürfen nicht ersetzt werden durch welche Ablenkung auch immer.“
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