Stiller Gruß an die Absturz-Opfer

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Am späten Mittwochnachmittag gegen kurz vor 17 Uhr sind die Todesopfer der Germanwings-Katastrophe aus Haltern am See zurück in ihre Heimat gekehrt. Per Leichenwagen Konvoi wurden sie unter Polizeibegleitung über die A 43 und dann auf die B 58 vom Düsseldorfer Flughafen zurück in die Seestadt gebracht. Der größte Teil der Opfer fuhr in Richtung Innenstadt, ein kleiner Teil in den Ortsteil Lippramsdorf. Schon Stunden vorher wurde die Straßen in der Halterner Innenstadt gesperrt. (Foto: Bludau)

Haltern/Düsseldorf. Von einer würdevollen Zeremonie berichtete Bürgermeister Bodo Klimpel vom Flughafen Düsseldorf. Dort nahmen gestern (10. Juni) die Angehörigen der Absturzopfer die sterblichen Überreste ihrer Lieben entgegen. Mit dabei waren auch die beiden Pfarrer Martin Ahls und Karl Henschel. Das war aus meiner Sicht sehr gut, dass sie erneut die Angehörigen betreut und unterstützt haben“, erklärte der Bürgermeister.

Gemeinsam beteten sie in einem Hangar des Flughafens mit den Halternern. Dort hatte die Lufthansa einen angemessenen Raum geschaffen, in dem die Angehörigen erstmals an die Särge gelangen konnten. Sie hatten nach Aussage von Bürgermeister Bodo Klimpel genügend Zeit, Abschied nehmen zu können. „Das fand ich sehr ergreifend, auch wie sich die Betroffenen gegenseitig trösteten.“

Im Konvoi fuhren die Leichenwagen (weiße für die Schülerinnen und Schüler sowie schwarze für die beiden Lehrerinnen) anschließend nach Haltern am See. Dort säumten zahlreiche Menschen besonders die Holtwicker Straße, unter ihnen viele Schülerinnen und Schüler des Joseph-König-Gymnasiums, um ihren Freunden einen letzten stillen Gruß zu übermitteln.

Unter den Augen einiger deutscher und ausländischer Kamerateams fuhren die Leichenwagen am Gymnasium vorbei bis zum Bestattungshaus Mertens. Dieses war von der Polizei komplett für die Öffentlichkeit abgesperrt, um die Diskretion zu wahren. Am Rande der Holtwicker Straße standen 200 Kerzen, zahlreiche Blumen waren abgelegt worden. Einige Passanten legten ihre Rosen auf die langsam fahrenden Leichenwagen. Zum Konvoi gehörten neben dem Bus für die Angehörigen weitere Begleitfahrzeuge, in denen Rettungsassistenten und Notfallseelsorger mitfuhren.

Ab Freitag sind nun die Beerdigungen, die von den einzelnen Familien gestaltet werden. „Das wird noch einmal eine sehr harte Zeit“, ist sich Schulleiter Ulrich Wessel sicher, der ebenso mit nach Düsseldorf gefahren war.

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