Alloheim wirft Fragen auf

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Mit erheblicher Verzögerung war im Juli vergangenen Jahres die Seniorenresidenz eröffnet worden.

Nachdem bekannt geworden ist, dass die Alloheim-Gruppe im Dezember 2017 durch die „The Carlyle Group“ für 1,1 Milliarden Euro an den schwedischen Private-Equity-
Investor „Nordic Capital“ veräußert worden ist, wendet sich die SPD Fraktion mit Fragen an den Bürgermeister.

In der Sitzung des Rates der Stadt Haltern am See vom 27.11.2014 war mit den Stimmen von CDU und Bündnis 90/Grünen die Veräußerung städt. Flächen im Baugebiet Elterbreischlag zur Errichtung einer Seniorenresidenz in Verbindung mit alternativen seniorengerechten Wohnformen an die Alloheim-Gruppe beschlossen worden.

Zwar ist mit erheblicher zeitlicher Verzögerung inzwischen das Seniorenzentrum im Juli 2017 eröffnet worden, jedoch ist entgegen allen Ankündigungen (versprochen war der unmittelbare Baubeginn nach Fertigstellung des Seniorenzentrums) noch nicht mit dem Bau der seniorengerechten Wohnungen vis a vis der Einrichtung begonnen worden. Für den Rat der Stadt waren beide Vorhaben untrennbar miteinander verbunden, unabhängig davon, welcher Investor zum Zuge kommen würde. Daher bittet die SPD-Fraktion um die zeitnahe schriftliche Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Ist die Nordic Capital durch den Kauf der Alloheim-Gruppe auch Eigentümer der unbebauten Flächen (Flur 50 771 – 782)?
2. Wann ist der Bürgermeister/die städtische Verwaltung über den Verkauf der unbebauten Flächen informiert worden?
3. Warum wurde der Rat der Stadt Haltern am See nicht über den Eigentümer-Wechsel informiert?
4. Gibt es Kontakt zum neuen Investor?
5. Wann sind Baubeginn und Fertigstellung der seniorengerechten Wohnungen nunmehr geplant?
6. Ist die o.g. Fläche zum Spekulationsobjekt für Private-Equity-Investoren geworden?

Allen Fraktionen war im Rahmen der politisch kontrovers geführten Diskussion gemeinsam die zeitnahe Realisierung der Bauvorhaben (Seniorenresidenz und Seniorengerechte Wohnungen) wichtig. Nach dem Rückzug der Rehse-Gruppe war sogar ein hiesiger Bewerber abgesprungen, da er die zeitlichen engen Vorgaben nicht realisieren konnte. Umso ärgerlicher ist der Status quo: das Ziel, die Sythener BürgerInnen nicht ungebührlich lange mit Bauarbeiten zu belästigen, ist offensichtlich gescheitert.
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