Attentate von Paris: Gedenken auch in Haltern

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Die Trikolore war über das Rednerpult gebreitet, an das der Bürgermeister für seine Gedenkansprache am Volkstrauertag trat. Fotos: Pieper

Die islamistischen Anschläge in Paris vom 13. November haben auch in Haltern für Trauer und Entsetzen gesorgt. Bürgermeister Klimpel bezog die Opfer in seine Ansprache zum Volkstrauertag mit ein. Am Montag beteiligte sich die Seestadt an der europaweiten Schweigeminute.

In diesem Jahr ist es leider fast schon ein gewohntes Bild: Die Deutschlandflagge vor dem Halterner Rathaus flattert auf halber Masthöhe im Wind. Das internationale Trauerzeichen wurde im Frühjahr zu Ehren der Germanwings-Absturzopfer gehisst, nun symbolisierte es das Mitgefühl mit den Toten und Verletzten von Paris. Am Montag traten Bürgermeister Klimpel, Kämmerer Dirk Meussen, der Erste Beigeordnete Hans-Josef Böing und Martina Klaus vom Bürgermeisterbüro zur Mittagsstunde demonstrativ neben den Fahnenmast. Wie viele Bürger in der ganzen EU, ehrten sie die Terroropfer mit einer Schweigeminute.

Die Anschläge vom Freitag waren auch am Sonntag ein beherrschendes Thema. Über das Rednerpult am Ehrenmal war die Trikolore gebreitet, an das der Bürgermeister für seine Gedenkansprache trat. Fassungslos schaue er auf„die feigen Terroranschläge in Paris. Wir verurteilen diese Taten und die Täter und sind im stillen Gedenken bei den Familien der Opfer unserer französischen Freunde“, sagte Klimpel.

Gedenken auch an die Absturzopfer


Der Volkstrauertag, an dem traditionell in Deutschland den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht wird, war natürlich auch den 18 Halternern gewidmet, die im März beim Germanwings-Absturz in den Alpen ihr Leben gelassen hatten. "Die Schülerinnen und Schüler sowie ihre zwei Lehrerinnen wurden viel zu früh aus dem Leben gerissen, die Welt ihrer Angehörigen und Freunde wurde von einer Sekunde auf die andere aus den Fugen gerissen, nichts ist mehr so, wie es vorher war", betonte Klimpel. "Wir denken deshalb auch in dieser schweren Stunde an die betroffenen Familien, die mit dem Tode ihrer Lieben umgehen müssen.“

Der Kolpingchor, die Schützengilde und die Lavesumer Blasmusik gestalteten gemeinsam die Gedenkveranstaltung am Ehrenmal, zu der viele Bürger gekommen waren. In Erinnerung an die Naziherrschaft und den Weltkrieg richtete Klimpel noch nachdenkliche Worte an die Anwesenden: "Der Volkstrauertag ist für uns stets ein Tag stillen Gedenkens, ein Tag der Trauer und der Nachdenklichkeit; er ist ganz besonders ein Tag, der fragt, was die Toten von damals uns zu sagen haben und was wir heute gegen Krieg und Gewalt tun können.“
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 22.11.2015 | 16:39  
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