Deichbauarbeiten im ersten Bauabschnitt sind im Gang

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15 LKWs fahren stündlich die Baustelle an
Bodenarbeiten des ersten Bauabschnittes der neuen Deiche haben Mitte Dezember begonnen.

Auf insgesamt 5,6 Kilometern Länge erneuert der Lippeverband in den kommenden Jahren seine Hochwasserschutzdeiche in Haltern-Lippramsdorf und Marl (HaLiMa). Die bisherigen Deiche am Nord- und Südufer der Lippe werden dazu durch neue, versetzte Drei-Zonen-Deiche ersetzt. Die neuen Dämme werden ebenfalls bis zu 14 Meter hoch, aber sanfter ansteigen als die alten. Durch die Maßnahmen entsteht an der Lippe eine Auenfläche von rund 60 Hektar. Der erste, Mitte Dezember begonnene Bauabschnitt soll 2020 beendet werden. Die Gesamtmaßnahme wird etwa 7,5 Jahre Bauzeit umfassen.

Der Sand für das Fundament des Drei-Zonen-Deiches, der zwischen Haltern, Lippramsdorf und Marl entsteht, stammt von einer Baustelle aus Bochum und vom DHL-Frachtzentrum in Dorsten. Mit den Arbeiten zur Umgestaltung der Lippedeiche hat der Lippeverband die Firma Bunte beauftragt. 15 LKWs fahren nun stündlich von der A43 über die Lippramsdorfer Straße kommend und von Marl aus entlang der Carl-Duisberg-Straße die Großbaustelle an und errichten momentan entlang des nördlichen Deiches eine Ausgleichsschicht, die später den Deich tragen wird.

Bei einem Ortstermin in der vergangenen Woche erklärte Gerhard Formanowicz, zuständig für den Bereich Planung und Bau des Lippeverbandes, den Aufbau der Drei-Zonen-Deiche. Zur Landseite abfallend und zur Wasserseite mit einer Tondichtingsbahn zusätzlich geschützt bestehen sie aus einem verdichteten Stützkörper, getragen vom Fundament. In zwei Bauabschnitten finden die Bodenarbeiten statt. Südlich der Lippe, angrenzend an den Chemiepark Marl und nördlich der Lippe westlich vom Schacht 8 rollen die Laster an.

Insgesamt 1,4 Millionen Tonnen Material werden im Zuge des ersten Bauabschnitts hierher transportiert. Rund ein Drittel wird mit Lastern angefahren, 65 Prozent später per Schiff. Zur Zeit findet der Transport noch ausschließlich per LKW statt, ab Juni aber kommt der Schiffstransport hinzu. Eigens dafür wird ein neuer Anleger errichtet, von dem aus das Baumaterial dann über eine Bandbrücke an die Baustelle befördert werden wird. Der Schiffsverkehr wird dann den Transport über die Straße entlasten, aber nicht aufheben.

Während es in Lippramsdorf bisher keine Beschwerden gegeben hat, sind Anwohner der Carl-Duisberg-Straße weniger angetan von der zusätzlichen Verkehrsbelastung entlang ihrer Wohnhäuser. Zu Fragen von Anwohnern und Interessenten steht Projekttleiter Gerhard Formanowicz vierzehntägig im Infocontainer am alten Lippramsdorfer Bahnhof von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr Rede und Antwort.
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