Die Seestadt (er)lebt die Demokratie

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Autor Jürgen Chmielek bei der Arbeit an seinem neuen Werk "Haltern (er)lebt die Demokratie"
 
wertvolle Beiträge konnte Stadtarchivar Gregor Husmann beisteuern
Jürgen Chmielek und Elke Rüdiger tragen in Interviews und Erhebungen Erlebnisse und Erfahrungen von Zeitzeugen für ihr Werk „Haltern (er)lebt die Demokratie“ zusammen.

Sie ist die beste aller möglichen Staatsformen, die größte Errungenschaft der zivilisierten Menschheit und ihr Erhalt alles andere als selbstverständlich. Sie muss sich dem Wandel der Zeit ebenso anpassen können wie politischen Umbrüchen. Sicher keine leichte Aufgabe für unser höchstes Kulturgut und sicher ein guter Grund ihr auch auf Lokalebene ein umfassendes Werk zu widmen – der Demokratie.

Wie hat unsere Stadt Haltern am See die Entwicklung in eine Demokratie erlebt? Wie haben Halterner Bürger nach der Nazi-Diktatur dieses bis dahin nicht selbstverständliche Prinzip Entscheidungen durch die Mehrheit treffen zu lassen aufgenommen? Gibt es noch Zeitzeugen für den politischen Wandel nach dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte? Welche Störungen und Gefahren gab es damals für die junge Demokratie und welche gibt es (wieder) heute?

Diese Fragen sind die zentralen Themen mit denen sich das neue Werk des Halterner Autors Jürgen Chmielek in Zusammenarbeit mit der ehemaligen Redakteurin Elke Rüdiger “Haltern am See – die Seestadt (er)lebt die Demokratie“ beschäftigt. Seit Anfang Juni sind sie mit der Beantwortung dieser Fragen innerhalb der Seestadt unterwegs. Ihre Arbeit beinhaltet das interviewen von Zeitzeugen und Auffinden von Zeitzeugnissen ebenso wie die Befragung junger Menschen nach ihren politischen Interessen und Meinungen. Speziell hierfür wurde ein Fragebogen konzipiert, der in der Öffentlichkeit verteilt, aber auch an den Halterner Schulen ausgegeben wurde bzw. wird.
Wertvolle Unterstützung bei der Recherche nach Dokumenten in der Halterner Vergangenheit kann auch Stadtarchivar Gregor Husmann beisteuern. Er versorgt die beiden Projektleiter unter anderem mit gesammelten, politischen und historischen Beiträgen der Halterner Zeitung aus über 60 Jahren!

Kritik am System

Noch stehen Chmielek und Rüdiger mit ihrer Recherche für das Buch ganz am Anfang und doch haben sie schon jetzt nicht nur positive Reaktionen zum Begriff Demokratie erhalten. So ist beispielsweise Kritik am System und ein bröckelndes Demokratieverständnis in Zeiten von Flüchtlingskrise und Brexit spürbar. Äußerungen wie „Was kann ich schon ausrichten?“ oder „ich werde ja nicht gefragt“ bis hin zu „mich interessiert das alles nicht mehr“, gibt es nicht selten gerade bei Nichtwählern zu hören. Mitunter wird sogar der Ruf nach Führung laut. Auch diese Personen zu erreichen und aufzuklären ist Ziel des Werkes „Haltern am See – die Seestadt (er)lebt die Demokratie“.

Im Rahmen einer Projektausschreibung durch das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend an die Seniorenbeiräte der Kommunen hatten der studierte Betriebswirt, der selbst Mitglied des Halterner Seniorenbeirats ist und die Redakteurin die Herausforderung gerne angenommen und sich an die Aufarbeitung dieses ebenso spannenden wie belasteten Kapitels gemacht. Bis das Werk Anfang Dezember dieses Jahres erscheint steht den beiden noch eine Menge Arbeit bevor. Noch werden Mitwirkende und Sponsoren gesucht, die sich an der Sache beteiligen möchten.

Bürgermeister Bodo Klimpel hat bereits die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen und wird bei der Buchvorstellung und dem Abschlussforum am 20.12. zugegen sein. Träger und Herausgeber ist der Seniorenbeirat der Stadt Haltern am See. Eine Rückmeldung an das Bundesministerium ist ebenfalls vorgesehen.

Projekt mit nachhaltigem Effekt


Das Buch mit einer voraussichtlichen Auflage von 300 Exemplaren wird dann an Vereine, Parteien, Organisationen und Schulen (Sek I und II) als ergänzendes Werk zur politischen Bildung ausgegeben werden und soll als Diskussionsvorlage dienen. Darüber hinaus wird es eine Webseite zum Buch und seiner Entstehung geben. Ein Projekt, das Interesse weckt und auf dessen Ergebnis man mit Recht gespannt sein darf!

Wer Interesse hat an dem Werk durch die Schilderungen eigener Erfahrungen oder Meinungen beizutragen ist herzlich eingeladen sich per Mail oder postalisch an die Projektleiter zu wenden. Eine Teilnahme ist ab einem Mindestalter von 15 Jahren möglich.
Ebenso ist die Veröffentlichung von Werbeanzeigen geneigter Sponsoren vorgesehen.

E-Mail oder Brief bitte an:
demokratie.projekt@seniorenbeirat-haltern.de
oder
Jürgen Chmielek
Arenbergstraße. 20
45721 Haltern am See
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