Flug 4U9525: Elena Bleß-Stiftung erinnert an Absturzopfer

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Dr. Martin Bleß (vorn links) und Annette Bleß (vorn rechts) haben sich im Beisein von Ulrich Wessel (hinten links), Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke (hinten 2. von rechts), Hans-Josef Böing (hinten 2. von links) und Pfarrer Karl Henschel (hinten rechts) in das Stiftungsbuch der Bezirksregierung Münster eingetragen.
Haltern am See: Joseph-König-Gymnasium |

Münster/Haltern am See. Auf den Tag und fast auf die Stunde genau einen Monat nach dem Absturz des Germanwings-Fluges in den französischen Alpen hat Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke die Anerkennungsurkunde für die Elena Bleß-Stiftung im Beisein von Ulrich Wessel, Schulleiter des Joseph-König-Gymnasiums, Pfarrer Karl Henschel und dem Ersten Beigeordneten der Stadt Haltern am See, Hans-Josef Böing, an die Stifter, Annette und Dr. Martin Bleß, übergeben.

Elena Bleß gehört zu den 16 Schülerinnen und Schülern des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See, die gemeinsam mit zwei Lehrerinnen beim Absturz des Germanwings-Fluges von Barcelona nach Düsseldorf ums Leben kamen. Sie sollten von einem Schüleraustausch aus Katalonien zurückkehren.

„Im Sinne von Elena, die viel Freude am Erlernen fremder Sprachen hatte und dafür gern ins Ausland reiste, soll die Elena Bleß-Stiftung in ihrem Rahmen dazu beitragen, die internationale Verständigung von Schülerinnen und Schülern zu fördern“, so Annette Bleß, Gymnasiallehrerin in Marl und Vorsitzende des Stiftungsvorstandes.

„Entschädigungen der Lufthansa können uns unsere Tochter nicht zurückgeben, aber die Erträge daraus können einen kleinen Beitrag für die Allgemeinheit leisten und die Erinnerung an Elena aufrechterhalten“ ergänzte Martin Bleß.

"In der Elena Bleß-Stiftung werden Name und Gedenken an Ihre Tochter weiterleben. Sie geben etwas von der Liebe, die sie Ihrer Tochter nicht mehr schenken können an andere junge Menschen und Sie setzen ein beeindruckendes Zeichen von Tapferkeit, das anderen Leidenden Mut machen kann," sagt Klenke bei der Urkundenübergabe.

Die Stiftung soll die Erziehung, die Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe sowie die internationale Gesinnung, die Toleranz auf allen Gebieten der Kultur sowie den Völkerverständigungsgedanken fördern. Insbesondere sollen Auslands-Austauschprogramme und Auslandspraktika für Schülerinnen und Schüler unterstützt werden.

Das Stiftungsvermögen muss ungeschmälert erhalten bleiben. Zustiftungen und Spenden sind willkommen.

Die Eltern trugen sich auch in das Stiftungsbuch der Bezirksregierung ein: „Die Erinnerung an unsere Tochter Elena hat in uns den Wunsch geweckt, ihr ein Denkmal zu setzen. Die Liebe zwischen uns und unserer Tochter hat uns die Kraft gegeben, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Das Wesen unserer Tochter hat uns dazu gebracht, kein Denkmal aus Stein und Stahl zu wählen, sondern eines, das anderen ermöglicht, auch zu erleben, was ihr immer so große Freude bereitet hat: Sprachen lernen, Menschen begegnen und sich verständigen.“

Weitere Informationen findet man auf der Internetseite www.elena-bless-stiftung.de.

(mit Material der BR Münster)
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