Forensik: Neuer Planungsbeirat für Haltern am See berufen

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Im Beirat vertreten sind neben Cay Süberkrüb (Foto), Landrat des Kreises Recklinghausen, Mitglieder der Ratsfraktionen sowie die Ersten Beigeordneten Barbara Duka (Stadt Marl) und Hans-Josef Böing (Stadt Haltern am See).

Haltern. Der Gesundheits- und Krankenhausausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat am Mittwoch (10.12.) in Münster 26 Mitglieder in den Planungsbeirat für die neu zu bauende forensische Klinik in Haltern am See berufen. "Wir haben eine breit gefächerte Besetzung dieses wichtigen neuen Gremiums erreicht", kommentierte LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg die einstimmige Entscheidung.

Im Beirat vertreten sind neben Cay Süberkrüb, Landrat des Kreises Recklinghausen, Mitglieder der Ratsfraktionen sowie die Ersten Beigeordneten Barbara Duka (Stadt Marl) und Hans-Josef Böing (Stadt Haltern am See). Sowohl die evangelische (Werner Bogs) als auch die katholische Kirche (Michael Finck) werden ihre Sichtweisen in den Beirat einbringen, ebenso Vertreter der Polizei, der Justiz, der Gewerkschaften und lokalen Gesundheitseinrichtungen, aber auch der Freiwilligen Feuerwehr Haltern, des SV Bossendorf, der Schulen und Kindergärten sowie der Gewerbetreibenden. So begleiten künftig etwa Nana Keysberg von der Dachsbergschule Haltern am See-Flaesheim, John Hess vom SV Bossendorf und Martin Stevermüer vom Bürger-Schützenverein Bossendorf die Planungen für die neue Klinik.

Auf Wunsch der Stadt Haltern am See hat der LWL-Gesundheits- und Krankenhausausschuss mit der Berufung der Beiratsmitglieder die Zahl der möglichen Mitglieder auf 26 erhöht, um möglichst vielen Gesellschaftsgruppen die Mitarbeit zu ermöglichen. Die Geschäftsordnung für die Beiräte bei den LWL-Maßregelvollzugskliniken sieht eine Mitgliederzahl von mindestens sieben und maximal 24 vor. So soll sichergestellt werden, dass der Beirat ein möglichst breites gesellschaftliches Spektrum repräsentiert.

Die Beiratsmitglieder wurden vorab vom Rat der Stadt Haltern am See und vom LWL vorgeschlagen. Analog zu den gesetzlich vorgeschriebenen Beiräten an forensischen Kliniken in Nordrhein-Westfalen hat der Planungsbeirat den Auftrag, bereits frühzeitig im Planungs- und Baustadium die Perspektive der Öffentlichkeit einzubringen und die Verantwortlichen zu beraten. Zu seinen Aufgaben gehört zudem, als gut informiertes Bindeglied zwischen Klinik, ihrem Träger und dem Land als Bauherrn sowie der Standortgemeinde den Dialog mit den Bürgern zu fördern.

Die neue Klinik mit 150 Plätzen soll auf dem ehemaligen Zechengelände "Haltern ½" errichtet werden - als eines von fünf zusätzlichen forensisch-psychiatrischen Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen, davon drei im westfälischen Landesteil. Bauherr ist das Land. In Westfalen wird der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die neuen Häuser betreiben. Der Baubeginn ist an allen geplanten Standorten noch offen. Die Mitglieder des Planungsbeirats Haltern werden voraussichtlich im kommenden Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen.
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