Land betreibt Notunterkunft am Truppenübungsplatz

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Die von der Stadtverwaltung als Flüchtlingsunterkunft vorgesehenen Bürogebäude am Truppenübungsplatz Borkenberge werden schneller voll als ursprünglich geplant.

Haltern. Die von der Stadtverwaltung als Flüchtlingsunterkunft vorgesehenen Bürogebäude am Truppenübungsplatz Borkenberge werden schneller voll als ursprünglich geplant. Denn die Bezirksregierung wird voraussichtlich schon am Dienstag, 25. August, etwa 130 Flüchtlinge dort einquartieren. Das erfuhr Bürgermeister Bodo Klimpel am Mittwoch von der Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller.

Deshalb sind in der Stadtverwaltung nun zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit beschäftigt, in den wenigen verbleibenden Tagen alle Vorbereitungen zu treffen, die Flüchtlinge dort unterbringen zu können. Beispielsweise mussten Notausgänge geschaffen, Betten und weiteres Inventar beschafft werden. Weil das Land an dieser Stelle eine sogenannte Landesnotunterkunft einrichten will, wird es auch sämtliche Betriebskosten für die Einrichtung übernehmen und auch einen Betreiberverband engagieren.

„Wir bekommen diese 130 Flüchtlinge auf unser Kontingent angerechnet, zudem bezahlt das Land alle Kosten und verschafft uns auch in personeller Hinsicht deutliche Erleichterungen.“


Auch wenn die ursprünglichen Pläne der Stadt, an dieser Stelle zunächst nur Einzelpersonen unterzubringen, erledigt sind, sieht Ordnungsamtsleiter Helmut Lampe darin auch deutliche Vorteile. „Wir bekommen diese 130 Flüchtlinge auf unser Kontingent angerechnet, zudem bezahlt das Land alle Kosten und verschafft uns auch in personeller Hinsicht deutliche Erleichterungen.“

Lampe geht angesichts der immer stärker werdenden Flüchtlingsströme nach Europa und Deutschland davon aus, dass die Stadt weitere Unterkünfte beschaffen muss. „Wir sind deshalb natürlich dabei, alle denkbaren Möglichkeiten abzuklopfen“, beschreibt Helmut Lampe einen weiteren wichtigen Bereich, mit dem sich verschiedene Abteilungen innerhalb der Stadtverwaltung mit Hochdruck beschäftigen. Kurzfristig können demnach in den nächsten Wochen zwei ehemalige Schleusenwärterhäuser am Schleusenweg in Flaesheim von etwa 25 Personen sowie Mietcontainer am Ende des Parkplatzes am Halterner Bahnhof von etwa 40 Flüchtlingen bezogen werden.

Überaus positiv sieht der Ordnungsamtsleiter auch die Tatsache, dass sich auf örtlicher Ebene so zahlreiche Menschen ehrenamtlich engagieren. „Wir stehen beispielsweise in ständigem Kontakt mit dem Asylkreis, der sehr gute Arbeit leistet, wir können ebenso stets auf die örtlichen Hilfsverbände und die Freiwillige Feuerwehr zurückgreifen, das ist sehr hilfreich.“
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