Politik will neue Windvorrangzonen

Anzeige
Wie geht es weiter mit der Windenergie in Haltern?

Haltern. Einstimmig votierten die Mitglieder des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses (STeUA) in ihrer letzten Sitzung dafür, ein neues Bauleitplanverfahren zur Aufstellung eines Teilflächennutzungsplanes zum Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen einzuleiten.

Diesen Vorschlag hatte ihnen die Verwaltung gemacht – wohlwissend, dass in Zukunft wahrscheinlich noch entscheidende Gesetzesänderungen berücksichtigt werden müssen. Deshalb betonte Bürgermeister Bodo Klimpel auch, dass „ein Koalitionspapier noch kein Gesetz ist“. „Wir haben hier die aktuell gültigen Vorgaben zu Grunde gelegt und gehen deshalb beispielsweise bei den so genannten weichen Tabukriterien von einer Abstandsfläche zur Wohnbebauung von 800 Metern aus.“
So werden nun sechs Potenzialflächen untersucht, die, vorausgesetzt, dort stehen noch keine Windanlagen, artenschutzrechtlich unter die Lupe genommen werden müssen:

West 1: Hohe Mark, Lippramsdorf und Lavesum

West 2: Holtwick West 3: Bergbossendorf und Holtwick

Mitte 1: Lavesum

Mitte 2: Lavesum/Sythen Ost (Hullern)


Baudezernentin Anette Brachthäuser wies darauf hin, dass damit noch nicht klar sei, ob es wirklich sechs Windvorrangzonen auf Halterner Stadtgebiet geben wird. „Wenn der von der neuen Landesregierung ins Spiel gebrachte Mindestabstand zur Wohnbebauung auf 1500 Meter hochgesetzt würde, bliebe hier nur die Hohe Mark übrig.“ Und auch dabei sei noch fraglich, ob und in welcher Form der Wald für die Windkraft geöffnet werden soll. Die Stadtverwaltung regt nun zunächst an, rund 900 Hektar an Flächen auf ihre Eignung für Windkraftanlagen zu überprüfen, wieviel am Ende wirklich geeignet sind, hängt auch ganz entscheidend von den künftigen Gesetzen ab.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.