Politiker besichtigen Flüchtlings-Unterkunft

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Auf Vermittlung von Bürgermeister Bodo Klimpel trafen sich die Fraktionsvorsitzenden am letzten Dienstagnachmittag mit Christoph Schlütermann, Vorstandsmitglied des DRK-Kreisverbandes Coesfeld. (Foto: Stadt)

Haltern. Ein Bild vor Ort machten sich die Fraktionsvorsitzenden der im Stadtrat vertretenen Parteien in der Flüchtlingsunterkunft am Truppenübungsplatz Borkenberge. Auf Vermittlung von Bürgermeister Bodo Klimpel trafen sie sich jetzt mit Christoph Schlütermann, Vorstandsmitglied des DRK-Kreisverbandes Coesfeld

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Dieser Verband führt die Unterkunft, die am Sonntag 100 Flüchtlinge aufgenommen hat. Die von der Bezirksregierung Arnsberg avisierten weiteren 100 Flüchtlinge sind noch nicht eingetroffen. Schlütermann erläuterte den Besuchern, wie das DRK diese Unterkunft führt: „Wie legen allergrößten Wert auf eine medizinische Eingangsuntersuchung, um möglichst das Ausbreiten von Krankheiten zu vermeiden.“ Ebenso liegt beim DRK der Hygiene-Maßstab sehr hoch, so dass auch beim Essen und bei der Essensausgabe allergrößte Vorsicht herrscht.
Nach der Untersuchung der Asylbewerber registrieren die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter die Menschen, die nach Aussage von Schlütermann weitgehend aus Syrien sowie aus Afghanistan und dem Irak kommen. „Ich habe bei sei vielen Menschen den Eindruck, dass sie gut ausgebildet, sehr wissbegierig und aufnahmefähig sind. Deshalb bin ich überzeugt, dass viele junge Leute von ihnen auch eine gute Zukunft haben werden.“ Ebenso stellt er fest, dass viele der in den Borkenbergen einquartierten Menschen beim Aufbau und Einrichten eines Zeltes für weitere Flüchtlinge sehr gerne mit angefasst haben. „Sie wollen helfen.“ Lobend erwähnt er auch die „gewaltige Hilfsbereitschaft“ der Bevölkerung. „Viele Menschen haben sofort am Sonntag Spenden gebracht, sogar Kuchen und weitere Lebensmittel. Hier bittet Schlütermann allerdings um Zurückhaltung und Verständnis: „Bei den Lebensmitteln müssen wir aus hygienischen Gründen sehr vorsichtig sein, im Moment können wir auch keine weiteren Kleiderspenden mehr annehmen.“ Hierzu werden sich das DRK und die Stadtverwaltung konkret an die Öffentlichkeit wenden, wenn konkrete Spenden benötigt werden. Das DRK hat beispielsweise bereits eine Reihe von gespendetem Spielzeug an die Bedürftigen weitergegeben. So fahren kleine – sehr glücklich wirkende – Kinder mit Bobby-Cars, junge Mädchen spielen Volleyball, Jungen und Männer spielen gemeinsam Fußball.
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