Schweigeminuten und Vorträge am Holocaust-Gedenktag

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Mit einem Schweigemarsch entlang der Wohnhäuser ehemaliger, jüdischer Mitbürger aus Haltern gedachten die Schüler der zehnten Jahrgangsklasse der Alexander-Lebenstein-Realschule der Opfer des Nationalsozialismus am Holocaust-Gedenktag.

Mit Spruchbändern, die vor dem Vergessen und den Gräueln des Krieges warnten, zogen sie anschließend zurück zum Schulzentrum. Einige Schüler verlasen Briefe überlebender Kinder und Jugendlicher der NS-Zeit. Bewegende Zeitzeugnisse, die stets in Erinnerung bleiben müssen, denn "Wer die Augen verschließt vor der Vergangenheit, der wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren" (Richard von Weizäcker).

Gerade in unseren Zeiten wiederaufkommender Fremdenfeindlichkeit ist diese Warnung besonders wichtig. Viele Bürger, die sich dem Marsch angeschlossen hatten, legten mit den Schülern weiße Rosen und Kerzen am Waggon auf dem Schulhof ab. Anschließend gab es weitere Vorträge im Schulgebäude.

Am Nachmittag fand die Holocaust-Gedenkfeier am Judenfriedhof statt. Viele Bürger kamen auch hier zusammen um die Vorträge von Bürgermeister Bodo Klimpel und Dechant Martin Ahls über die Schrecken der NS-Zeit in Deutschland und in Haltern am See zu hören.

Seit 1996 erinnert der Holocaust-Gedenktag an die unzähligen Opfer, die während des NS-Regimes ihr Leben oder ihre Familien verloren. Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in Deutschland ein bundesweiter Gedenktag. Er bezieht sich als Jahrestag auf den 27. Januar 1945, an dem die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und die beiden anderen Konzentrationslager in Auschwitz durch die Rote Armee befreit wurden.
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