Spiekergespräch der SPD war gut besucht

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Staatssekretär Torsten Klute im Gespräch mit Halterner Bürgerinnen und Bürgern.

Ehrenamtliche und hauptberufliche Integrationshelfer, aber auch Geflüchtete selbst stoßen oft auf bürokratische Hürden. Staatssekretär Torsten Klute vom Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales, informierte über Integration und Eingliederung von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt und Alltag.

Integration in den Arbeitsmarkt, Familienzusammenführung, Bildungsmöglichkeiten für Geflüchtete und Abschiebung waren die vorrangigen Themen beim Informationsabend “Integration in NRW und Haltern“ am Mittwochabend im Spieker. Die SPD hatte zum Bürgerdialog in das Gemeindehaus geladen. Rund 35 interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten die Gelegenheit wahrgenommen, mit Vertretern der Politik, der Caritas, des Asylkreises und der Kirchen ausführlich zu diskutieren.

Die Vorträge und Erläuterungen von Staatssekretär Torsten Klute, dem Leiter des kommunalen Integrationszentrums Wolfgang Krämer, Migrationssoziologin Dr. Marion Lillig und ehrenamtlich in der Asylarbeit in Haltern tätigen Mitarbeitern sorgten für Durchblicke im Bürokratie-Dschungel rund um die Integrationsgesetze und die Eingliederung.

Staatssekretär Torsten Klute erwähnte die vier Hauptsäulen einer gelungen Integrationsarbeit - die verschiedenen Wohlfahrtsverbände und Vereine, Migrantenselbstorganisationen (die es in Haltern bisher leider nicht gibt), die kommunalen Integrationsräte und "als größtes Flaggschiff" die kommunalen Integrationszentren. Dr. Marion Lillig lobte in diesem Zusammenhang das außerordentlich große ehrenamtliche Engagement in Haltern. In diesem Punkt sei die Seestadt in NRW beispielhaft.

Auch die negativen Seiten einer missglückten Integrationspolitik fanden Erwähnung. So führe die verordnete Untätigkeit unter vielen zumeist männlichen, jungen Flüchtlingen zu Langeweile und nicht selten zu Aggressionen. Ein Problem sei auch die mangelnde Beschulungsmöglichkeit für Flüchtlinge jenseits der Schulpflicht und Menschen aus sogenannten sicheren Herkunftsländern.

Die angesetzten zwei Stunden waren fast zu kurz um alle drängenden Fragen ausführlich zu beantworten. Gegen neun Uhr ging ein spannender, interessanter und informativer Gesprächsabend zu Ende.
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