Bilanz zum 1. Mai: Großer Dank an die Einsatzkräfte

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Haltern. Ordnungs- und Jugenddezernent Hans-Josef Böing bringt es in der Rückbetrachtung des 1. Mai auf den Punkt: „Die allermeisten der jungen Leute haben eine tolle Party gefeiert. Dagegen haben wir alle nichts einzuwenden. Man kann eben auch super feiern, ohne sich komplett abzuschädeln.“ Böing bedankt sich bei den Einsatzkräften der Polizei, des Rettungsdienstes und der Stadtverwaltung, die allesamt dazu beigetragen haben, dass der Feiertag nicht aus dem Ruder gelaufen ist.

„Nach unserer Einschätzung haben sich mindestens 95 Prozent der Feiernden rund um den Stausee und am Silbersee sehr gut verhalten, ein paar Ausreißer gibt es halt immer“, erklärt Böing, der auch nicht verschweigen will, dass die Notärzte und Rettungssanitäter insgesamt sechs Mal nach Körperverletzungen oder zu hohem Alkoholkonsum ausrücken mussten. Werner Schulte, Leiter der Feuer- und Rettungswache, sieht für den 1. Mai insgesamt 20 Einsätze, die mit den Feierlichkeiten in Verbindung gebracht werden, ein Jahr zuvor waren es neun Einsätze.
Für Wolfgang Schneider, Leiter der Halterner Polizeiwache, war auffallend, dass sehr viele Menschen zu Fuß unterwegs waren, gerade auch vom Bahnhof zum Westuferpark und zurück. Zudem stellte er fest, dass eine Reihe von sehr jungen Menschen stark alkoholisiert war. So erhielten auch einige Eltern von Mitarbeitern des Jugendamtes den Hinweis, ihre Schützlinge abzuholen.
Sorgen machen sich Polizei und Verwaltung in erster Linie über die Tatsache, dass der Umzug der jungen Leute und ihre anschließende Party im Westuferpark immer mehr Eventcharakter bekommt, so dass gerade auch Auswärtige stark angelockt werden. „Je größer dieser Eventcharakter wird, umso größer wird auch die Notwendigkeit, regulierend einzugreifen“, schauen Böing und Schneider nach vorn. Es wachse die Gefahr, dass der Tag mit den bisherigen Mitteln nicht mehr zu bewältigen sei.

„Je größer dieser Eventcharakter wird, umso größer wird auch die Notwendigkeit, regulierend einzugreifen“


Positiv bewerten die Verantwortlichen, dass sich die meisten Wagenbauer schon im Vorfeld mit dem Ordnungsamt in Verbindung gesetzt haben, um abzuklären, ob die Wagen als sicher eingeschätzt werden können. „Das hat gut funktioniert, damit wollen wir neben dem Sicherheitsaspekt auch erreichen, den Veranstaltungscharakter nicht zu groß werden zu lassen“, sagte Ordnungsamtsleiter Helmut Lampe. Er begrüßt es auch, dass gerade die Eigentümer der großen Wagen den Hinweis befolgt haben, nicht in der Nähe des Lake Side Inn eine Pause einzulegen, um so die Verkehrsbeeinträchtigungen im Rahmen zu halten.
Zu den Ausreißern der wenigen Teilnehmer, die sich nicht an Recht und Ordnung halten, gehören beispielsweise ein 30- bis 40-Jähriger, der eine Frau sexuell belästigte, oder auch Unbekannte, die am späten Abend auf der Straße Zu den Mühlen einem Mann ins Gesicht geschlagen und das Handy geraubt haben.
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