Tourismus im Ruhrgebiet und Münsterland legt deutlich zu

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NRW. Die Tourismusbranche in Westfalen-Lippe bestätigt erneut ihren Wachstumstrend: In den ersten vier Monaten des Jahres 2017 verzeichnete das Beherbergungs-Gewerbe ein Plus von 5,2 Prozent bei den Übernachtungen. Wachstumsstärkste Region ist das Sauerland mit einem Plus von 8,2 Prozent auf 2,51 Millionen, gefolgt vom Ruhrgebiet mit 5,1 Prozent Zuwachs auf 2,09 Millionen Übernachtungen.

Auch die übrigen Reiseregionen legen zu. Das Münsterland (+2,8 Prozent auf 1,13 Millionen Übernachtungen) und der Teutoburger Wald (+3,6 Prozenten auf 2,02 Millionen) übertrafen ihr Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum deutlich. Die Region Siegerland-Wittgenstein bilanziert von Januar bis April 2017 einen Zuwachs von 2,1 Prozent auf insgesamt 241.000 Übernachtungen. Dies sind die ersten Ergebnisse des Sparkassen-Tourismusbarometers 2017 für Westfalen-Lippe, das in diesem Jahr zum fünften Mal erscheint. Der Sparkassen-verband Westfalen-Lippe präsentierte die Ergebnisse im Kongresshaus Bad Lippspringe vor mehr als 120 Gästen aus der Tourismusbranche, aus Kommunen und Sparkassen. Mit Blick auf das gesamte Jahr 2016 verzeichnete bei den Übernachtungszahlen in Westfalen-Lippe das Sauerland den stärksten Zuwachs: 226.222 Übernachtungen mehr als im Vorjahr (+3,1 Prozent) sind der Spitzenwert in der Region. Westfalen-Lippe steigerte seine Zahlen insgesamt um 2,5 Prozent (+612.000 auf 25.324.406) und knackte 2016 erstmals die Marke von 25 Millionen Übernachtungen.

Westfalen-Lippe steigerte seine Zahlen insgesamt um 2,5 Prozent (+612.000 auf 25.324.406) und knackte 2016 erstmals die Marke von 25 Millionen Übernachtungen

Mit diesem Wachstum liegt Westfalen-Lippe genau auf dem bundesweiten Durchschnitt und über dem Niveau des Landes NRW (+1,9 Prozent).
Die Städte bleiben mittelfristig der Wachstumsgarant. Gegen den Bundestrend wachsen die Übernachtungszahlen ausländischer Gäste stärker als der Inlandstourismus – die Niederlande bleiben der Top-Quellmarkt. Die Freizeiteinrichtungen in Westfalen-Lippe, deren Marktentwicklung das Spar-kassen-Tourismusbarometer exklusiv erfasst, erlebten ein sehr erfolgreiches Jahr 2016 mit einem Nachfragezuwachs von insgesamt 5,5 Prozent. In der langfristigen Betrachtung bewegten sich die Besucherzahlen auf Rekordniveau. Über die Hälfte der Betriebe trugen zum Wachstum bei (55 Prozent). Neue Ausstellungen und Ver-anstaltungen bescherten den Museen einen Zuwachs von 43,8 Prozent. Denkmäler und historische Bauwerke legten um 25,2 Prozent, Landschaftsattraktionen um 6,6 Prozent zu. Zoos und Tierparks sowie Stadtführungen konnten jeweils 3,8 Prozent Nachfragezuwachs verbuchen. Die Gästezufriedenheit ist in allen Regionen in Westfalen-Lippe erneut gestiegen. Der TrustScore 2016 der fünf Regionen lag im Durchschnitt bei 81,2 vom maximal 100 Indexpunkten (+0,2 Punkte gegenüber dem Vorjahr). Deutschlandweit hat die Gästezufriedenheit jedoch deutlich stärker zugenommen (von 81,7 auf 82,5). Damit vergrößert sich für Westfalen-Lippe der Abstand zum Bundeswert. Hier sind die Betriebe, Orte und Regionen gefordert, weiter in Qualität zu investieren.
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