Training gegen Hundehasser: Vorsicht vor Giftködern

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Wenn man Giftköder rechtzeitig bemerkt, kann man seinen Hund beschützen. Was ist aber, wenn der Hund schneller ist?

Es ist der Alptraum eines jeden Hundebesitzers: Das geliebte Tier frisst einen scheinbar zufällig herumliegenden Brocken Fleisch oder Brot, und wenige Stunden später windet es sich voller Schmerzen. Giftköder sind leider auch in Dorsten ein Problem. Deswegen versuchen Experten, die Tiere mit einem Training zu schützen.

Rasierklingen, Gift, Nägel - es gibt kaum eine Gemeinheit, die Tierquäler noch nicht in scheinbar verlockenden Ködern versteckt haben. Ihr Ziel: Hunde. "Die Tiere sterben unter unvorstellbaren Qualen", erklärt Kerstin Hoppius. Die Hundetrainerin aus Dorsten war selbst fast schon einmal Opfer eines rücksichtslosen Tierhassers. "Zum Glück haben wir den Köder noch rechtzeitig bemerkt", sagt sie heute. Für sie war es Anlass genug, sich genauer mit dem Problem zu beschäftigen. "Die Täter sind schwer zu fassen. Meist lassen sie ihre Köder heimlich in unbeobachteten Momenten am Wegesrand fallen. Manche aber werfen sie sogar in Privatgärten von Hundebesitzern", stellt sie mit bitterer Stimme fest.

Hat ein Hund erst einmal den Köder geschluckt, geht es um Leben und Tod. "Selbst wenn man sofort zum Tierarzt fährt, kann es schon zu spät sein", so Hoppius. Ihre Strategie setzt deshalb schon früher an: "Der Hund muss lernen, dass er ohne Erlaubnis der Besitzer nichts fressen darf." Um auch Laien zu zeigen, wie man das dem Hund beibringt, veranstaltet sie regelmäßig Seminare in Dorsten.
"Alles, was auf dem Boden ist, wird von euch beansprucht", erklärt Kerstin Hoppius und tritt mit dem Fuß auf ein Leckerli, das in nächster Sekunde im Hundemaul verschwunden wäre. Das Tier wimmert etwas vor Enttäuschung. Immer wieder landet der Fuß auf dem Leckerbissen, bis der Hund fragend hochsieht. "Prima", lobt Hoppius und schaut zu den Seminarteilnehmern, "er soll immer den Kontakt zu euch suchen. Ohne euer Einverständnis darf er nichts vom Boden fressen. Nun üben wir weiter."

Am Ende des Übungstages sind die Besitzer erleichtert: Inzwischen lassen die Tiere die verstreuten, harmlosen "Köder" einfach liegen. "Euer Hund muss das verinnerlichen", mahnt die Trainerin die Besitzer. Nur so kann verhindert werden, dass sie zum Opfer von grausamen Tierquälern werden.
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