Von Pokemos und Handy-Viren

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Am Montag treffe ich mich mit meiner Freundin in der Stadt. Als wir die Rekumer Straße Richtung Kirche zum Eiscafé runtergehen schaut sie immer wieder auf ihr Handy. Das bin ich gewohnt. Während sie aber sonst nur stur auf das Display guckt, mit beiden Daumen eifrig tippt und dabei so manches Hindernis umrennt, fuchtelt sie diesmal wie wild damit in der Luft herum und dreht sich mitunter um die eigene Achse dabei. Muss ich mir Sorgen machen?

“Nein“, antwortet sie., “ Ich fange Pokemons.“ Aha“, denke ich irritiert und krame in meinem Gedächtnis. Von Pokemons habe ich zuletzt zu Kinderzeiten meiner mittlerweile erwachsenen Töchter gehört. Ich hatte die kleinen Zeichentrickmonster eigentlich für ausgestorben gehalten. Sie erklärt weiter: “Die Viecher haben es längst ins digitale Zeitalter geschafft und schwirren ständig um uns herum. Ich muss sie fangen!“ Abrupt reißt sie das Handy in die Luft und mir scheint sie verwechselt es in diesem Augenblick mit einer Fliegenklatsche.

Wenn ich mich so umsehe habe ich das Gefühl, das ist ansteckend. Ich hoffe mein Handy bleibt von diesem Virus verschont. Oder muss ich mir doch Sorgen machen?
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