Spaß am Sport kennt keine Grenzen

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  Dass der Spaß am Sport weder durch fortgeschrittenes Alter noch durch körperliche Beeinträchtigungen begrenzt sein muss bewies einmal mehr das Team Bauch und Hüfte. Die Abnahme des Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung in Kooperation mit dem Seniorenwohnheim Lambertusstift in Lippramsdorf war ein voller Erfolg.

Nach dem Sportabzeichen "Jolinchen", das vor einigen Wochen die jüngsten Sportler im Kindergarten im Visier hatte, kamen nun die älteren Semester an die Reihe, beziehungsweise auf die Bahn und ins Wasser. Der Stadtsportverband und die lokale Behinderten- und Rehasportgruppe machen hier bereits gute Arbeit. Da das Team Bauch und Hüfte in diesem Jahr zusätzlich drei eigene Prüfer für das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung ausgebildet hatte, lag eine Kooperation mit einer Einrichtung für behinderte Menschen nahe.
"Das Feedback war überwältigend", berichtet Markus Heier vom Team Bauch und Hüfte:" Die Leute waren mit großem, sportlichem Eifer bei der Sache und sehr dankbar für diese Möglichkeit."
So gab es zahlreiche positive Rückmeldungen, da es einen solchen Aktionstag in dieser Form bisher noch nicht gegeben hatte.
Mit Begeisterung beteiligte sich auch zahlreiche Bewohner des Lambertusstift in Lippramsdorf. Viele ältere Mitbürger haben Behinderungen, die als solche aber nie beurkundet worden sind. Für die Abnahme des deutschen Sportabzeichens sind diese Personen den selben Prüfungsbedingungen unterworfen wie Gesunde. Eine Altersgrenze gibt es dabei nicht. Seitens des Vereins Team Bauch & Hüfte spielen diese Vorgaben keine Rolle, da vor der sportlichen Leistung der Spaß an der Bewegung im Vordergrund steht.

Der Aktionstag startete am Samstag (10.09.) mit einer Schwimmprüfung. Der Schwimmnachweis ist auch für Menschen mit Behinderung notwendige Voraussetzung für das Deutsche Sportabzeichen. Der sichtliche Spaß der Teilnehmer übertrug sich spontan auf die Prüfer. Ein 93jähriger Herr entdeckte nach Jahrzehnten seine alte Liebe zum nassen Element wieder und einer Person mit spastischer Behinderung gelang es sich 15 Minuten lang ganz ohne fremde Hilfe durchs Wasser zu bewegen. Diese Erfolgserlebnisse erfreuten nicht nur die Sportler sondern auch ihre Prüfer.

Erfolgserlebnisse erfreuten nicht nur die Sportler sondern auch ihre Prüfer

Am Sonntag ging es dann in der Dreifachturnhalle des Schulzentrums weiter. Hier galt es für die Rollstuhlfahrer einen Slalom-Parcours zu absolvieren und für Gehbehinderte eine vorgeschriebene Strecke über Kästen, Matten und Hindernisse zu bewältigen. Auf dem Etus-Platz musste dann noch im Kugelstoßen und Weitsprung, Zielwurf und Schleuderball das Können unter Bewies gestellt werden. In der Kategorie Medizinball-Weitwurf wurde die Karft der Sportler getestet. Auch wenn viele der weit über 90-jährigen Teilnehmer die Bedingungen des Sportabzeichens nicht erfüllten, so tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Nicht die Leistung stand schließlich im Vordergrund sondern der Spaß an der Bewegung und die Freude über die gemeinsame Aktivität. Am Ende der Veranstaltung stand für Teilnehmer, Organisatoren und Prüfer fest: dieser Aktionstag sollte unbedingt wiederholt werden!
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