1216 Jahre Flaesheim – der Heimatverein stellt aus

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Ludger Althoff (rechts) erläutert die Ortsentwicklung anhand von Zeitzeugnissen und Bildern
Flaesheimer Heimatverein stellt Dokumente und Bilder zur Geschichte des Dorfes im Festzelt hinter dem Feuerwehrhaus aus.

1216 Jahre sind seit der urkundlichen Gründung des Dorfes vergangen. Die Eintragung einer Grundstücksübertragung an Ludgerus, Abt und Eigentümer des Klosters in Essen/Werden und späterem Bischof von Münster im 32. Jahr der Herrschaft Karls des Großen im Jahr 800 nach Christus belegt dies einwandfrei. Die Gründung des Stiftes Flaesheim erfolgte erst später im Jahre 1166 nach Christus und die 850 Jahrfeier ist daher auf die Pfarrei und nicht auf den Ort selbst bezogen. Die Gründung des Stiftes war für das soziale und religiöse Leben im Ort sehr bedeutsam. Das wichtigste, historische Ereignis ist allerdings die Gründung, vergleichbar mit der Geburt eines Menschen. So hatte auch Philipp Kweseleit im Pfingstpfarrbrief auf die Veranstaltung hingewiesen. Leider gab es dazu in der Ausstellung keinen Hinweis.

Das ehemalige Flaveresheim kann seitdem auf eine sehr bewegte Geschichte zurückblicken. Grund genug, dem hübschen Dörfchen an der Lippe eine Ausstellung zu widmen. Ludger Althoff, Mitglied des Flaesheimer Heimatvereins hat hierzu zusammen mit Franz Josef Bilke, Franz Josef Bork, Helmut Klatt und Heiner Laakmann in monatelanger Arbeit und Recherche Bilder, Fotos und Dokumente zusammengetragen. Zu den ältesten Bildern gehört ein Foto aus dem Jahre 1835. Es zeigt die Stiftskirche St. Maria Magdalena von innen. Auf dem Bild sind noch deutlich die hölzernen Querbalken zu erkennen, die erst später durch Eisenstreben ersetzt wurden. Die zahlreichen Fotos und Zeitzeugnisse stammen aus Privatbesitz vieler Flaesheimer, die diese dem Heimatverein zur Verfügung gestellt hatten.

Anschaulich – im doppelten Sinne

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Zusammengestellt zu Themengruppen zeigt die Ausstellung eindrucksvoll den Bau des Kanals, die Dorfentwicklung, die Kirche, die Schule und die Bewohner von Anno dazumal bis heute. Nicht nur Anwohner interessierten sich für diesen anschaulich dokumentierten Wandel ihres Örtchens – auch viele Auswärtige waren gekommen um bei der Eröffnung der Ausstellung am Sonntagnachmittag dabei zu sein. Ein reichhaltiges Kuchenbuffet und musikalische Begleitung des Spielmannszuges Flaesheim machten die Veranstaltung doppelt schön.
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