Erfolgreiche Sportküstenschifferschein- und Jollenpraxis-Ausbildung beim SC Stevertalsperre

Blick über den Ausgangshafen Marina Sonwik in Flensburg | Foto: Foto: SCST/C. Sdunek
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Leinen los, ab in die Dänische Südsee

Haltern. Was teilweise im Frühjahr begann, fand nun im Juni und Juli seinen Abschluss. Seit Februar drückten die SKS'ler die Schulbank, um in Navigation, Gesetzes- und Wetterkunde und Seemannschaft fit zu werden. SKS, das ist der Sportküstenschifferschein der vom Deutschen Segler-Verband für das Führen von seegehende Yachten in weltweiten Küstengewässern empfohlen wird.

Dass sie Schüler die Themen in der Theorie verstanden haben, konnten sie bereits bei der theoretischen Prüfung Anfang Juni in Haltern unter Beweis stellen. Hier stellten sie sich den ersten beiden Teilprüfungen, Fragenkatalog und Navigieren in den Seekarten wurden abverlangt. Der für viele unbekannte, aber doch interessantere Teil dieser Sportbootausbildung wartete dann im Juni, mit dem 14 Tage Törn auf die angehenden Skipper. Von Flensburg aus, durch die Förde, ab in die Dänische Südsee, den Kleinen Belt und die Deutsche Ostseeküste konnten sie bei weit über 320 Seemeilen, jeden Tag neue Eindrücke verarbeiten. Als Dänische Südsee werden die Inseln südlich Fünen, nördlich von Aero und westlich von Langeland bezeichnet. Insgesamt 14 Stevertaler, davon 6 angehende Skipper, auf 2 Segelyachten machten sich auf den Weg, bekannte und unbekannte Küstenbereiche an der Ostsee zu entdecken. Malerische Namen wie beispielsweise SØBY, LYØ, AERØ, Middelfahrt, Aabenraa (am gleichnamigen Aabenraa Fjord gelegen), Assens, Horuphav, Gelting, Damp und noch einige mehr waren in den Hafenhandbüchern zu lesen, anzusteuern und zu erkunden.
Zu den Eindrücken gehörten natürlich auch alle Dinge, um die Segelyachten vor dem jeweiligen Auslaufen klar zu machen und den Tag auf dem Boot zu planen: Maschinen-, Rigg- und Boots-Check, Wetterdaten einholen, Route planen, Mannschaft einweisen, Hafenmanöver und natürlich den ganzen Tag segeln und noch vieles mehr standen auf dem Programm. Schließlich wurde am letzten Tag bei der praktischen Prüfung in Glücksburg das Wissen wieder abverlangt. Bei der offiziellen Prüfung des Deutschen Segler-Verbandes kam so mancher ins Schwitzen, was aber nicht an dem sonnigen Wetter in der Förde lag. Letztendlich wurden alle Schüler mit ihrem Sportküstenschifferschein vom DSV belohnt, für den sie in den letzten Monaten viel gelernt haben. Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg.

Jollenpraxis

Anfang Juli konnten auch die Jollenpraxisteilnehmer, die seit April an jedem Wochenende auf dem Halterner See das Segeln für sich entdeckten, ihr Gelerntes unter Beweis stellen: Segel setzen, An- und Ablegen, Wenden/Halsen, Kurse zum Wind segeln und natürlich das Rettungsmanöver durchführen.
Die Theorie haben die Absolventen bereits hinter sich gebracht, so konnte der Prüfungsausschuss hier die entsprechenden Sportbootführerscheine aushändigen (vergleichbar mit dem PKW-Führerschein) - auch hier, einen herzlichen Glückwunsch. Vielen Dank auch an die Ausbilder vom SC Stevertalsperre in Haltern und auf dem Törn, ohne die dieser Erfolg sicherlich nicht möglich gewesen wäre.
Nun gilt es aber für die Segelneulinge erst einmal das Gelernte umsetzen, da sie teilweise bereits im Herbst mit ihrer theoretischen Sportbootausbildung begonnen haben und nun endlich ohne Ausbilder auf den See bzw. das Meer können.
Ob am Ende der Sportbootführerschein-Ausbildung nun das Feierabendsegeln, der gemütliche Törn mit der Familie und Freunden auf heimischen Gewässern oder in südlichen Revieren, oder ob gar eine Teilnahme an Segel-Regatten im Bereich des Leistungssports bei den vielen Regatten in Haltern oder auf internationaler Ebene steht, liegt ganz an den individuellen Wünschen der Kursteilnehmer. Faszination Segelsport pur: unterschiedliche Möglichkeiten für eine vielseitige Freizeitbeschäftigung, ob im Bereich Leistungs- oder Breitensport. (RSd)

Weitere Informationen zum Thema Segeln gibt es auf der Internetseite

Autor:

Susanne Kleine Schulte aus Haltern

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