Bach - Fischer - Schornsheim: "Vierundzwanzig Wege in eine neue Welt"

Wann? 17.09.2016 20:00 Uhr

Wo? Schloss Ringenberg, Schloßstraße 8, 46499 Hamminkeln DE
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Aus musikalischen Gründen kurzfristig zum Irrgarten verwandelt: Der Ringenberger Schlossgarten.
Hamminkeln: Schloss Ringenberg | Seit Anfang September der Startschuss für die diesjährige „Muziek Biennale Niederrhein“ gefallen ist, geben sich in den Konzerthäusern nördlich des Ruhrgebiets wieder einmal Musiker von Weltruf die Klinke in die Hand. Auf Schloss Ringenberg wird in diesem Zusammenhang am Samstag, 17. September ab 20.00 Uhr im Schloss Ringenberg (Schlossstraße 8, Hamminkeln) Christine Schornsheim zu Gast ein.
Die Münchener Cembalistin und weltweit gefragte Hochschulprofessorin stand bei den Schwetzinger Festspielen ebenso als Solistin auf der Bühne wie bei der Akademie für Alte Musik Berlin, den Thüringer Bachwochen oder beim Klavierfestival Ruhr. Ihre CDs werden immer wieder mit Auszeichnungen bedacht – etwa dem „Diapason d’Or“, dem „Echo Klassik“ oder dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“.

Auf dem Ringenberger Programm stehen – unter dem Festivalmotto „Morgen“ – Auszüge aus den beiden Teilen des „Wohltemperirten Claviers“ von Johann Sebastian Bach (1722/1744) und der „Ariadne Musica“ von Johann Caspar Ferdinand Fischer (1702).

Die Klänge der Zyklen mögen heute zum Standardrepertoire zählen. Zeitgenossen haben die Werke noch als „Zukunftsmusik“ wahrgenommen, weil ihre Ausführung ein Tonsystem erfordert, das im 18. Jahrhundert noch als Neuland unter Musikgelehrten, Instrumentenbauern und Mathematikern galt.

Gemeinhin wird Johann Sebastian Bach heute gern als Initiator des Gedankens betrachtet, jede Taste des Klaviers als Grundton je einer Dur- und Moll-Tonart zu verwenden. Ohne diese Idee wäre die kühne Harmonik des musikalischen „Sturm und Drang“ ebenso wenig denkbar gewesen wie die gewagten Akkordfolgen der Romantik. In Wirklichkeit war die Debatte zu Bachs Zeit aber schon mindestens zwanzig Jahre im Gange. Das belegt etwa die „Ariadne Musica“ des Rastatter Kapellmeisters Johann Caspar Ferdinand Fischer von 1702, die dem gleichen Grundgedanken folgt wie das „Wohltemperirte Clavier“, und die in ähnlicher Weise wegweisend wirken sollte wie Bachs Opus Magnum aus den Jahren 1722 und 1744.

Eine Eintrittskarte zu dieser einzigartigen musikalischen Spurensuche in historischen Gemäuern kostet 15,00 EUR (10 ,00 EUR für Schüler, Auszubildende und Studierende), Kinder bis zu 14 Jahren haben freien Eintritt. Reservierungen sind möglich unter 02852 9659950 oder unter kunst@schloss-ringenberg.de.
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