Musikalische Trostmomente im Leben eines Kriegsflüchtlings - Am Sonntag, 8. September, 20.00 Uhr gastiert Stephan Rath bei den Ringenberger Schlosskonzerten

Wann? 08.09.2013 20:00 Uhr

Wo? Schloss Ringenberg, Schloßstraße 8, 46499 Hamminkeln DE
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Gastiert am 8. September 2013 im Ringenberger Schloss: Der Lautenist Stephan Rath
Hamminkeln: Schloss Ringenberg | In den Jahren zwischen 1618 und 1648 macht der Dreißigjährige Krieg viele europäische Metropolen dem Erdboden gleich und entvölkert unzählige Städte. Zahllose Menschen erleben die Zeit auf der Flucht.
Unter den Flüchtlingen dieser Epoche befindet sich – zumindest zeitweise – auch der Dresdner Kapellmeister Heinrich Schütz. Mehrfach war ihm der heimische Boden so sehr zu heiß geworden, dass seine Fluchtroute am Ende von Venedig bis nach Kopenhagen reicht.
Auch wenn er in Ringenberg zeitlebens nie explizit Station gemacht hat (erstens lag der Weiler zu weit abseits der Fluchtroute, zweitens glich er mit jedem Kriegsjahr mit zunehmender Tendenz einem „Steinhauffen“, wie die örtliche Chronik festhält), erklingt die Musik, die der Kapellmeister während seines Exils an den unterschiedlichen Zufluchtsorten zwischen Venedig und Kopenhagen gehört haben dürfte, über 350 Jahre später – am Sonntag, 8. September 2013, 20.00 – im seit 1661 wiedererrichteten Ringenberger Schloss (Schlossstraße 8, 46499 Hamminkeln). Dramaturgischer Ideenstifter und Solist des Abends ist der Brühler Lautenist Stephan Rath. Nach zahlreichen Lehraufträgen an mehreren deutschen Musikhochschulen und vielen Gastspielen auf internationalen Bühnen, sowie als Gründungsmitglied der Batzdorfer Hofkapelle (b. Dresden) hat er sich immer wieder mit der kursächsischen Musik des 17. Jahrhunderts auseinandergesetzt. Das Programm des Ringenberger Konzertes enthält unter anderem Kompositionen von John Dowland und Gregorio Huwett, zwei Musikern, die die – wie Schütz selbst – unter dem leidenschaftlich musizierenden Landgrafen Moritz am Kasseler Hof aufgespielt haben. Zu hören sind aber auch Werke von Schütz’s venezianischem Lehrmeister Giovanni Gabrieli und seinem Altersgenossen Johann Hieronymus Kapsperger, der als Sohn eines Deutschen in Venedig aufgewachsen ist.
Wer den spannenden Plot aus den Reiseerlebnissen Heinrich Schützs und seiner sehr persönlichen Chronik über den Dreißigjährigen Krieg nicht verpassen möchte, der sollte sich zum Preis von 12,- / 8,- EUR möglichst rechtzeitig unter 02852 – 9659950 oder unter kunst@schloss-ringenberg.de Tickets reservieren. Die Abendkasse öffnet eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.
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