Über 40 Katzen-Kadaver in Mehrhoog (jetzt mit Stellungnahme des Kreis-Veterinäramtes)

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Karin Obbink ist auf Neunundneunzig: Mittlerweile wurden über 40 tote Katzen in einem Altkleidercontainer in Mehrhoog gefunden, doch es gibt keinerlei Aufklärung der Situation.

"Wir sind auf Hinweise aus der Bürgerschaft angewiesen", betont die engagierte Tierfreundin und Sprecherin des Vereins Straßenkatzen Wesel und Hamminkeln. Aber bislang herrscht in dieser Hinsicht Totalflaute. Bilder von Überwachungskameras sind ebenfalls ausgeschlossen, da der Betreiber des benachbarten Lebensmittelmarktes den öffentlichen Raum nicht filmen darf.

Die abstoßenden Ereignisse erregten bereits Mitte April großflächiges Aufsehen, als Anlieger in Mülltüten verpackte Katzenkadaver in dem Container entdeckten. Laut Karin Obbink zeigten sich aber sowohl Polizei als auch die involvierten Behörden wenig aufgeschlossen, Licht in die dunklen Vorgänge zu bringen. Die Katzenschützerin hat die Gesamtsituation gut im Blick und versteht unter anderem nicht, warum das Kreisveterinaramt (namentlich Dr. Antonius Dicke) eine Katrationspflicht für freilaufende Katzen ablehnt.

Und jetzt gibt's einen aktuellen Fund (siehe Fotos) - diesmal aus einem Maisfeld am Hellmannsweg (in der Nähe eines Kinderspielplatzes). Karin Obbink dazu: "Die Katzen sind ertränkt oder erstickt worden!" Klarer Beweis für einen grausamen Herztod seien die blauweiß angelaufenen Ohren der toten Tiere. "Da müsste sich mal jemand auf die Lauer legen, um den/die Täter zu erwischen!", so die Vereinssprecherin.

Auch Bürgermeister Bernd Romanski hat eine Meinung zum Thema:  „Ich bin über diese Vorgänge entsetzt. Dass Menschen so etwas tun können, ist mir unerklärlich. Es wäre sehr schön, wenn mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger die Täter ermittelt werden könnten! Aus meiner Sicht sind die Zuständigkeiten klar geregelt, aber leider nicht in einer Hand, allerdings als „Aufsichtsbehörde“ gemeinsam beim Kreis.“

Daniel Freitag vom Pressestab der Kreispolizeibehörde bestätigt, dass die Zuständigkeit derzeit beim Kreisveterinäramt liegt. Stelle man dort fest, dass es sich beim neuen Fall um eine Straftat handelt, werde wiederum die Polizei tätig. Mit einer offiziellen Mitteilung seitens der Behörde sei Anfang nächster Woche zu rechnen.

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Die Bilder zum Beitrag stellte uns der Verein Straßenkatzen zur Verfügung.

Falls Sie dem Vetarinäramt des Kreises Wesel einen Hinweis geben wollen: Der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Kreises Wesel ist unter den Telefonnummern 0281/207- 7010 oder 0281/207-7007 erreichbar.

Den Verein Straßenkatzen erreichen Sie via Facebook!
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Lokalkompass Kreis Wesel aus Wesel | 26.06.2018 | 10:56  
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