Was macht eigentlich Hanna Bohnekamp ????? 2010: Topmodel – heute: Lehramtsstudentin

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Hanna Bohnekamp privat
 
Hanna Bohnekamp privat
Vor sieben Jahren bewarb sich die Drevenackerin Hanna Bohnekamp bei Germany’s next Topmodel. Einfach nur so. Zum Spaß. Sie war 17. Und auf einmal ging alles ganz schnell und wie von alleine. Sie wurde Zweite. Heute studiert sie evangelische Theologie und Textilgestaltung auf Lehramt. Auch das macht sie mit großer Begeisterung und modelt nebenher.

Immer eine Runde weiter, damit hatte sie nicht gerechnet. „Das war unglaublich“, erinnert sich Hanna. „Vor allem passierte das alles so schnell. Es hieß irgendwann Koffer packen und dann waren wir für drei Monate weg.“ Und damit war sie drei Monate nicht in der Schule. „Da ich schon in der Oberstufe war, ging das. Eine andere, die noch jünger war als ich, konnte nicht mit, da sie die zehnte Klasse noch nicht fertig hatte.“ Das bedeutete für Hanna aber auch, einen Job zu machen, sich ins Flugzeug zu setzen und pünktlich zur ersten Stunde wieder in der Schule zu sein. „Meine Mutter holte mich vom Flughafen ab und brachte mich direkt zur Schule. Oft war ich sehr müde.“

Aber geschafft hat sie es trotzdem. Sie machte ihr Abitur wie geplant und schrieb sich in Paderborn an der Uni für Textilmodedesign ein. Diesen Studiengang hat sie auch aufgrund der Erfahrungen bei Topmodel ausgesucht. „Aber eigentlich war mir immer schon klar, dass ich mal was Kreatives oder Soziales machen möchte.“ Relativ schnell hat sie allerdings gemerkt, dass der Beruf, den sie mit diesem Studium mal ausüben würde, sehr unsicher werden würde. „Mit dem Modeln hatte ich ja schon einen unsicheren Job. Also habe ich mich entschieden, was anderes zu studieren und mich für Theologie auf Lehramt eingeschrieben und als Nebenfach Textilgestaltung gewählt.“ So macht sie heute beides, hat sozial und kreativ miteinander vereint.

Darauf, Theologie zu studieren, kam sie in Gesprächen mit Kommilitonen, die sie an der Uni kennengelernt hatte. „Und das ist so schön. Das Studium mache ich mit einer riesen Begeisterung“, schwärmt Hanna. „Freundschaft, teilen im Leben, Gemeinschaft. Das Theologiestudium ist nicht nur Bibellesen und zur Kirche gehen. Es geht um so viel mehr. Gott steckt in allen Dingen. Das ist das Schöne daran.“

Neben dem Studium modelt Hanna nach wie vor. „Man kennt mich ja mittlerweile. Nach dem Finale von Topmodel waren wir automatisch zwei Jahre in der Agentur von Günther Klum, Heidis Vater“, erklärt Hanna. „In dieser Zeit ging es um sehen und gesehen werden. Wir waren auf vielen Veranstaltungen, einfach um interessant zu bleiben.“ So war sie Gast auf dem Leipziger Opernball, bei der Lambertz Monday Night in Aachen und der Fashion Week in New York. Heute kommt man auf sie zu, bietet ihr Jobs an. Sie ist nicht in einer Agentur, organisiert alles selbst.

Sie hat auch noch Kontakt zur Staffel, zu den Top 12, die sich regelmäßig treffen. „Wir alle sind noch im Geschäft. Es macht mich immer traurig, wenn die Leute sagen, die Topmodels wären verschwunden. Das stimmt so nicht. Die meisten machen den klassischen Model-Job auch weiterhin. Oder sind Influencer, bloggen über Lifestyle.“ Hanna steht am liebsten vor der Kamera, läuft weniger gerne über den Laufsteg. Ihr ist klar, dass sie das nicht ewig machen kann. „Mit 25, 26 ist man eine Omi in dem Job“, meint sie. Deshalb ist ihr auch das Studium so wichtig.

Unterrichten möchte sie später nicht an einer klassischen Schule. Der Montessori- oder Waldorf-Gedanke reizt sie. „An einer Privatschule könnte ich mir auch gut vorstellen, zu arbeiten“, sagt Hanna. Bis dahin ist es aber noch ein Stück: Den Bachelor hat sie in der Tasche und befindet sich gerade im zweiten Masterjahr. Danach warten das eineinhalb jährige Referendariat auf sie und die Abschlussprüfung. Wo es dann für sie hingeht, ist ungewiss. Gerne würde sie mal das Großstadtleben leben. „Durch das Modeln bin ich in vielen Großstädten gewesen. Hamburg, Berlin, München, New York. Aber immer nur kurz, für einen Job. Ich würde dort auch gerne mal richtig leben. Nur nicht allzu weit weg. Zumindest nicht auf Dauer. Meine Heimat ist hier.“
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