"Doppeleinsatz" für Hamminkelner Wehr: Kuh im Güllekeller und angeblicher Dachstuhlbrand

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Augenzeugen wunderten sich nicht schlecht über die Anzahl der Einsatzfahrzeuge, die auf den Weg gebracht wurden. Der Grund: Eine Kuh, die auf einem Bauernhof durch den Boden gebrochen und in den Güllekeller gefallen war sowie die Gefahr eines Dachstuhlbrandes brachte den Hamminkelner Löschzug am frühen Dienstagabend an seine personellen und logistischen Grenzen.

Gegen 18.20 Uhr wurden die Rettungskräfte wegen der Tierrettung alarmiert. Der Betonboden im Stall hatte unter dem Gewicht der Kuh nachgegeben und war auseinandergebrochen. Die Kuh war in die im Keller stehende Gülle gefallen und drohte zu erfrieren.

Zusammen mit einem Tierarzt und dem Landwirt konnten die elf Einsatzkräfte dem Tier helfen. Aus Feuerwehrschläuchen und breiten Gurten bauten sie eine Schaukel, mit der sie das bis zu 700 Kilogramm schwere Tier befreiten. Zusammen mit den notwendigen Reinigungsarbeiten waren die Feuerwehrmänner rund drei Stunden beschäftigt. Erst nach 21 Uhr, so Sprecher Roland Schmithuisen, konnten sie ihre Arbeit beenden.

Zehn Minuten nachdem der Alarm wegen der Kuh ausgelöst worden war, schrillten die Alarmglocken erneut. Um 18.30 Uhr alarmierte die Leitstelle den Löschzug mit dem Einsatzstichwort „Verdächtiger Rauch“. Mit Sireneneinsatz machten sich die Rettungskräfte, die nicht zum Kuh-Einsatz ausgerückt waren, auf den Weg.

Zwischenzeitlich wurde der Rauch auf einen Dachstuhlbrand hochgestuft. Daraufhin wurde der Löschzug Dingden alarmiert. Mehr als 20 Einsatzkräfte suchten die Einsatzstelle ab, ohne fündig zu werden. Am Ende blieb es bei falschem Alarm. Der Rauch hatte sich als Versuch herausgestellt, einen Kamin in Betrieb zu nehmen. (Quelle: derwesten.de)
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Hildegard van Hueuet aus Xanten | 13.03.2016 | 22:54  
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