CDU in Hamminkeln wählt Roswitha Bannert-Schlabes zur Bürgermeisterkandidatin

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Hamminkeln: Hamminkeln |

Heute traf sich die CDU-Hamminkeln, um ihre Kandidatin für die Bürgermeisterwahl im September zu wählen. Ich nutzte die Gelegenheit für ein Interview mit Roswitha Bannert-Schlabes.

Das Lächeln fällt ihr nicht leicht, weil sie etwas nervös ist, sagt mir die 53-jährige Diplom Ökonomin. Eigentlich besteht dazu kein Grund, denn die Wahl ist sicher und in den Umfragen, die Lokalkompass durchführt, liegt sie deutlich vor ihrem SPD-Kontrahenten Bernd Romanski.

Meine Frage, was sie als Dortmunderin nach Hamminkeln verschlagen hat, beantwortet sie lächelnd. „Die Liebe“ sagt sie. Ihren Mann Harald hat sie in Duisburg während ihres VWL-Studiums kennengelernt. Mit ihm und den drei gemeinsamen Kindern lebt sie in Brünen.

Was ihr an Hamminkeln gefällt, wo sie seit 25 Jahren lebt, ist die Vielfältigkeit. Es gebe alles, was man zum Leben braucht. Geschäfte, Banken, Ärzte, Schulen und Kindergärten. "Morgens kann man schnell eine Runde Joggen gehen, bevor man sich in die Arbeit stürzt." Die gute Anbindung ans Ruhrgebiet und die Nähe zur Nordsee gefallen ihr besonders.

Verbesserungswürdig sei allerdings der ÖPNV, denn die Busse fahren nicht, wie in den großen Städten des Ruhrgebiets, die ganze Nacht durch. "Aber das ist wohl etwas viel verlangt", lenkt sie schnell ein.
Auch gebe es Bedarf nach Bauland: "Flächen müssten bereitgestellt werden, damit sich mehr Familien ansiedeln. Beziehungsweise müsste das, was an Bauland da ist, besser genutzt und bekanntgemacht werden. Auch die Wirtschaft muss gestärkt werden", meint Roswitha Bannert-Schlabes.

Vom Personal Coach zur Bürgermeisterkandidatin


Wie eine Politikfremde vom Personal Coach zu einer Bürgermeisterkandidatur kommt? "Eine Entwicklung der letzten Jahre", so die Brünerin. „Mach mal“, habe ihr ein guter Freund geraten. Zudem gab es Gespräche mit dem derzeitigen Bürgermeister Schlief, der sie dazu ermutigt hat, sich zur Kandidatin aufstellen zu lassen.

Sie selbst findet, dass ihr derzeitiger Beruf und ihr Volkswirtschaftsstudium bei ihren bevorstehenden Aufgaben helfen werden. Als Personal Coach muss sie sich schnell in neue Bereiche einfinden können und sie muss zuhören können, um die Situationen genau zu erfassen. Die Probleme der Stadt Hamminkeln seien allerdings nicht mit einem offenen Ohr zu erledigen.

Als Bürgermeisterin möchte Roswitha Bannert-Schlabes einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen können. "Das geht aber nicht von heute auf morgen und nicht nur durch konsequentes Sparen", merkt sie an. Auch der Länderfinanzausgleich beutele die Stadt. Die Kommunalfinanzierung müsse reformiert werden. "Auch die Idee der eigenen Stadtwerke für Hamminkeln sollte weiterverfolgt werden!"

Um diese Ziele zu erreichen, müsse Hamminkeln noch attraktiver gemacht werden. Roswitha Bannert-Schlabes bringt's auf den Punkt; "Tue Gutes und sprich darüber“ oder, auf Hamminkeln gemünzt: „Zeig, was du hast!“
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2 Kommentare
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Bernfried Obst aus Herne | 06.03.2015 | 06:52  
Dirk Bohlen aus Wesel | 07.03.2015 | 12:07  
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