CDU-Radtour auf den Spuren der verborgenen Heimat

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Hamminkeln: CDU-Ratsfraktion und Stadtverband | Versteckte und verborgene Sehenswürdigkeiten standen im Mittelpunkt der diesjährigen Sommer-Radtour des CDU-Stadtverbands Hamminkeln. Nach dem symbolischen Startschuss durch Vizebürgermeisterin Anneliese Große-Holtforth ging es für die 58 Teilnehmer auf die insgesamt 25,89 Kilometer lange Strecke – vom Ausgangspunkt am Rathaus wieder zurück dorthin.

„Mit der Radtour verbinden wir Politik und Freizeit“, erläuterte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Norbert Neß: „Vom Fahrradsattel aus lässt sich viel mehr entdecken und erfahren als aus mancher Akte oder Vorlage.“ In diesem Jahr hat sich die Partei zudem der städtischen Aktion „Stadtradeln“ angeschlossen. Bürger, Vereine und Kommunalpolitiker radeln mit anderen Kommunen um die Wette und setzen ein Zeichen für Radverkehr und Klimaschutz. Zusammen gerechnet haben alle 58 Teilnehmer an diesem Tag somit zusammengerechnet rund 1.500 Kilometer per Drahtesel zurückgelegt.

Die erste Station war eine versteckte Berühmtheit: An einem Wäldchen zwischen Loikum, Ringenberg und Dingden befand sich bis Anfang des 19. Jahrhunderts das Kloster Marienvrede. Napoleons Soldaten vertrieben die Mönche, später wurde das geistliche Zentrum abgebrochen. Willy Mümken vom Dingdener Heimatverein gab den CDU-Teilnehmern viele Hinweise zur Historie: So sind die Steine des Klosters heute an einigen Häusern in Dingden verbaut, ein Altar des Klosters steht in der Loikumer Antonius-Kirche. Die katholische Gemeinde Maria Frieden hat vor einigen Jahren den historischen Klosternamen wieder angenommen – und plant einen Gedenkort an der alten Stätte.

Vom nicht mehr bestehenden Kloster ging es weiter zur nicht mehr existierenden Bergbrauerei Dingden. In Oberlankern wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts Bier gebracht. Ulrich Bauhaus vom Dingdener Heimatverein erzählte die Geschichte der Pilsherstellung. A und O war der alte Eiskeller, der im Zweiten Weltkrieg noch als Luftschutzbunker diente und später einstürzte. An die alte Brauerei erinnern noch das versteckte Nebengebäude und der Straßenname „Alte Brauerei“.
Die versteckt liegenden Seerosenteiche auf dem beginnenden Höhenzug hinter Oberlankern begeisterten die CDU-Radfahrer. „Lonkhere“ lautete der historische Name Lankerns, was so viel bedeutet wie lange Höhe. Menschen lebten dort schon in der Steinzeit, wie Heinz Tebrügge zu berichten wusste. Er selbst hatte schon einen prähistorischen Faustkeil auf dem Acker gefunden. Auch ein merowingisches Gräberfeld wurde entdeckt, die wertvollen Grabbeigaben sind heute in Museen ausgestellt.

Real und nicht verborgen liegt das Landwirtschaftliche Lohnunternehmen von Karl-Heinz Klein-Hitpaß in Unterlankern – die letzte Station vor dem gemeinsamen Grillen. Der Dienstleister erledigt alle Arbeiten von der Saat bis zur Ernte, ist zudem für Kommunen tätig und übernimmt landschaftspflegerische Maßnahmen. Die CDU-Gruppe bestaunte die gewaltigen Geräte, Traktoren, Mähdrescher und Maishäcksler. Längst hat auch hier Hightech Einzug gehalten: Per GPS können die Felder auf zwei Zentimeter genau bearbeitet werden. „Beeindruckend, wie kraftvoll und modern die ländliche Wirtschaft in unserer Stadt aufgestellt ist“, resümierte CDU-Chef Neß den Besuch.
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