Flüchtlingen helfen, Flagge zeigen

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Hamminkeln: Akademie Klausenhof | Was können wir gegen den IS-Terror tun? / Diskussionsveranstaltung mit Serap Güler im Klausenhof

„Was derzeit in Syrien und im Irak passiert, ist schlimmer als der 11. September!“ Jede Minute konnten die Zuhörer das Engagement und die Betroffenheit der CDU-Landtagsabgeordneten Serap Güler spüren, die als Referentin einer Veranstaltung zum Thema „Aktiv gegen religiöse Verfolgung“ in die Akademie Klausenhof gekommen war. Eingeladen hatte die Kolpingfamilie Dingden und der Klausenhof.

Serap Güler, integrationspolitische Sprecherin der CDU in NRW, ist Politikerin und sucht nach Lösungen vor Ort und nicht in der Ferne: „Wie stellen wir uns eine verantwortungsvolle Flüchtlingspolitik vor?“ ist ihre wichtigste politische Frage. Dabei kritisierte sie die derzeitige NRW-Regierung, die die Integration von Zuwanderern vernachlässigt habe, was man deutlich an der Situation in den Flüchtlingsheimen sehen könne. „Wir müssen mehr für die Flüchtlinge aus Syrien tun“, forderte sie, und gab gleichzeitig zu bedenken, ob es gerechtfertigt sei, mit so hohem Aufwand auch Zuwanderer aus dem Balkan aufzunehmen. „Dies ist auch eine Sache der Priorität“, sagte die CDU-Politikerin. Außerdem appellierte Güler an die Repräsentanten islamischer Gemeinschaften in Deutschland, sich entschieden gegen den Terror der IS auszusprechen und vor Ort in den Moscheevereinen aktiv gegen die Radikalisierung von Jugendlichen vorzugehen.

Tamar Seidel kommt aus Aleppo, ihre Familie lebt noch dort. Gemeinsam mit ihrem Mann Marc berichtete sie auf der Veranstaltung im Klausenhof authentisch von der bedrückenden Situation in der umkämpften Stadt. Lebensmittel sind knapp, die medizinische Versorgung schlecht, viele sind geflüchtet und die Angst ist groß. Zwei aus ihrem Bekanntenkreis sind von IS-Leuten umgebracht worden. Ihre Großmutter lebt noch dort, und so gut es geht halten sie Kontakt mit ihr.

In die von Norbert Ness moderierte Diskussion griffen auch viele der knapp 100 Zuhörer ein. Vor allem forderten sie ein stärkeres Engagement islamischer Verbände gegen den Genozid des IS und eine bessere Integrationspolitik vor Ort.

Kolping-Präses Michael Wenk, der auf die Unterschriftenaktion des Kolping-Landesverbandes hinwies, freute sich über die große Resonanz.


Fotos 1-2: Vortrag Serap Güler, Foto 3: Norbert Ness, Marc Seidel, Tamar Seidel, Serap Güler (v.li.)
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