Gesamtschule Hünxe (und Dependence Voerde) bitten um Spenden für Erdbebenopfer in Nepal

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Diese kleine Spendenbox ist im Sekretariat der Schulen in Hünxe und Voerde zu finden! (Foto: privat)
 
Das am stärksten betroffene Gebiet liegt bei Kathmandu. (Foto: wikipedia)

Nepal ist am letzten Samstag durch ein gewaltiges Erdbeben betroffen worden, das – so ist mittlerweile bekannt – deutlich über 5000 Todesopfer gefordert hat und wahrscheinlich Hunderttausende in die Obdachlosigkeit getrieben hat. Durch den nahezu kompletten Ausfall der alltagsrelevanten Infrastruktur (u.a. Verkehr, Energie, Wasser) steuert das Land auf eine „Folgen-Katastrophe“ zu, die, so ist zu befürchten, weitere tausende Todesopfer durch Trinkwassermangel, Minder-/Mangelernährung und Epidemien fordern wird.

An der Gesamtschule Hünxe findet derzeit eine Spendenaktion zur Unterstützung der Opfer statt. Diese ist von Schulleiter Klaus Ginter initiiert worden, der selbst Kontakte in Nepal und in ebenfalls betroffene Regionen im Norden Indiens hat
. „Als Geograph, der auch vor Ort Infrastruktureinrichtungen, (Wohn-)Bebauung, Schulen und religiöse/kulturelle Stätten gesehen hat, habe ich größte Befürchtungen in Bezug auf den Erhalt wichtiger Stadtbereiche von Kathmandu, wesentlicher buddhistischer Tempel und Bildungseinrichtungen in der Region.“

Begünstigt durch die tagesaktuelle Berichterstattung in den Medien erwartet Ginter weitere umfangreiche Soforthilfen zahlreicher Regierungen und (inter-)nationalen Hilfsorganisationen, die in den nächsten Wochen zu einer weiteren Klärung und spürbaren Verbesserungen der humanitären Situation beitragen sollten. Aus diesem Grund ist geplant, den erzielten Spendenerlös an Organisationen oder Vereine zweckgebunden weiter zu leiten, um insbesondere die Situation von Kindern und Jugendlichen möglichst nachhaltig zu verbessern. Dabei spielt die Förderung der allgemeinen schulischen Ausbildung eine herausragende Rolle, die allerdings nicht – wie in Deutschland – quasi „um die Ecke“ zu haben ist, sondern für Kinder und Jugendliche häufig mit einer weit entfernten und kostenpflichtigen Internatsunterbringung einhergeht, die einen Besuch ihrer Familien nur alle paar Monate zulässt.

„Ich erwarte nach den bisherigen Pressemeldungen auch einen dramatischen Verlust an Schul- und Internatsplätzen, die – jenseits aller menschlichen Tragödien und der zwingend erforderlichen Soforthilfe – zukünftig wieder bereitgestellt und betrieben werden müssen.“

Kindern Unterkunft und Bildung in Internaten zu ermöglichen, ist seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell in den ärmsten Staaten dieser Welt, die über keine oder keine wirksame Sozialgesetzgebung verfügen. Durch Bildung und dann später durch Integration in einen Beruf lassen sich nicht nur individuelle Erwartungen befriedigen. Beides führt in der Regel zu einer finanziellen Unterstützung/Absicherung von Familie und anderen Angehörigen. Allerdings müssen die Aufwendungen für Internat und Schulbildung von den Eltern erbracht werden (ca. 30 Euro/Monat/Kind). Da dies häufig unmöglich ist, haben sich in Deutschland etliche Vereine und Organisationen für die Vermittlung von Patenschaften für Kinder/Jugendliche eingesetzt.

Die Spendenaktion an der Gesamtschule Hünxe, die natürlich auch die Dependance in Voerde einbezieht, ist aus organisatorischen Gründen zunächst bis zum 15. Mai 2015 vorgesehen.
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