Verkehrsexperte Klaus Voussem MdL zu Gast bei Charlotte Quik: „Eine gute Infrastruktur ist wichtige ‚Dableibevorsorge‘ für unseren ländlichen Raum!“

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  Eine funktionierende und moderne Verkehrs-Infrastruktur ist überlebenswichtig für den hiesigen ländlichen Raum. Doch droht die Region aufgrund der Politik der rot-grünen Landesregierung immer mehr zurückzufallen. Viele Planungsverfahren wurden schon vor Jahren angehalten. Beispiele: Der Bau der Südumgehung Wesel verzögert sich. Viele wichtige Verbindungsstraßen rund um Wesel sind steinalt. Staus gehören zum täglichen Bild. Handwerker, so hat die IHK ausgerechnet, stehen in der Region bis zu sechs Stunden in der Woche im Stau. Viele Ampelschaltungen sind vorsintflutlich. Im Rahmen ihrer „Themenwoche Infrastruktur“ hat CDU-Landtagskandidatin Charlotte Quik nun die wichtigsten Projekte persönlich unter die Lupe genommen und sich dabei mit dem verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Klaus Voussem MdL, einen namhaften Experten zur Unterstützung dazu geholt.

„Die Tatsache, dass extrem wichtige Projekte so lange auf sich warten lassen, ist darauf zurückzuführen, dass die rot-grüne Landesregierung 2011 alle Planungsverfahren angehalten hat“, so Voussem. „Deswegen hinken wir hinterher.“ Hinzu komme, so der Fachmann, dass NRW kein Konzept habe, wie man den Bundesverkehrswegeplan 2030 umsetzen soll. „Ganz im Gegensatz zu Bayern. Die haben schon für mehrere Milliarden Euro Pläne in der Schublade.“

Straße und Schiene stehen beim Besuch des Verkehrsexperten besonders im Fokus. Und anschaulich geht es los: Zunächst hatte die CDU-Landtagskandidatin zahlreiche Gäste der betroffenen Kommunen zum Bahnhof Voerde geladen. Mit dabei: Bernd Altmeppen (Vorsitzender CDU Voerde), Jürgen Albri (Ratsmitglied der CDU Voerde), Sebastian Hense (Vorsitzender CDU Wesel), Birgit Nuyken (Ratsmitglied CDU Wesel), Frank Schulten (Verkehrsexperte der CDU-Ratsfraktion Wesel), Udo Bovenkerk (CDU Hamminkeln, Kreistagsmitglied), Wilhelm Kloppert (CDU Hamminkeln), Stefanie Schulten-Borin (CDU-OV Brünen), Gert Bork (Sprecher der Bürgerinititative Betuwe Wesel - So nicht).

Züge zischen vorbei. Die Teilnehmer erleben ganz persönlich, wie sich das 3. Gleis durch den BETUWE-Ausbau auswirken wird, mit welchen konkreten Auswirkungen es die Menschen in Wesel, Voerde und Mehrhoog zu tun haben werden. Die in weiten Teilen gelungene Einigung in Sicherheitsfragen wird begrüßt. „In Sachen Lärm- und Erschütterungsschutz sollte es aber noch Fortschritte geben“, ist einhelliger Tenor der Runde. Gert Bork von der Bürgerinitiative betont, dass man den Bau nicht verhindern wolle. Man fordere aber, alle Maßnahmen auf dem modernsten Stand der Technik umzusetzen.

Anschaulich wird es dann auch auf dem Weg zum Brückenkopf auf der Büdericher Insel: Pünktlich kommt die Gruppe nicht an. Und das ist Alltag – Menschen in der Region verlieren durch Staus Zeit. Das ist unwirtschaftlich, die Umwelt wird geschädigt, Lebensqualität geht verloren. Jetzt hoffen alle Betroffenen, dass die von der rot-grünen Landesregierung verzögerte Südumgehung Wesel schnell kommt. Endlich wurde der Planfeststellungsbeschluss erlassen. Jetzt bleibt abzuwarten, ob es Klagen gibt. Davon ist abhängig, ob der Bau 2018 beginnen kann.

Weitere Problematik in Wesel: Die Bundesstraßen sind alle marode. Beispiele: Dinslakener Landstraße, Schermbecker Landstraße. Dies ist zum einen ein Sicherheitsrisiko. Zum anderen wird es kritisch, wenn die Baumaßnahmen für die Südumgehung anfangen: Die Lkw müssen irgendwo durchgeleitet werden und das vorzugsweise auf Bundesstraßen. Das ist jedoch ein Problem, wenn diese bereits kaum noch intakt sind. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf!“, macht der Weseler Verkehrsexperte Frank Schulten deutlich.

Wilhelm Kloppert und Udo Bovenkerk (beide CDU Hamminkeln) verweisen darauf, dass die Auswirkungen auf die Nachbarkommunen ebenfalls im Auge behalten werden müssen. Eine Ertüchtigung der B8 Richtung Voerde sei unumgänglich. Aus Hamminkelner Sicht wirtschaftlich besonders wichtig sei der Autobahn-Anschluss an der B70. Aber auch ohne neuen Autobahnanschluss wird durch die Anbindung der neuen Weseler B58n-Trasse an die Hagerstowner Straße der Verkehr auf Hamminkelner Gebiet deutlich zunehmen. Aktuelle Verkehrszahlen liegen jetzt schon höher als für den Zeitraum bis 2020 vorausgesagt. Daraus resultiere die Notwendigkeit einer Ortsumgehung für Brünen, die allerdings vor Ort stark umstritten sei. Aus CDU-Sicht der einzig richtige Weg: Eine Modellrechnung, die sich mit den zu erwartenden Verkehrsströmen der jeweiligen Alternativen auseinandersetzt.

„Ob Straße oder Schiene: Neben den Maßnahmen in Wesel werden wir auch die Auswirkungen auf die Nachbarn im Auge behalten und mit dafür sorgen, dass es dort ebenso voran geht“, so Charlotte Quik. „Eine gute Infrastruktur ist wichtige ‚Dableibevorsorge‘ für den ländlichen Raum. Die Menschen müssen gut wegkommen können, damit sie gerne hierbleiben! Und genau das wollen wir!“
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Karl-Hermann Hecheltjen aus Hamminkeln | 01.04.2017 | 11:12  
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