Altstadtfest 2013: drei Tage, vier Bühnen, 30 Bands und Musiker

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Udo Schnieders (Marketingleiter der Sparkasse) und Georg Hartmann, Geschäftsführer von Ausrichter Hattingen Marketing (rechts), mit den Plakaten zum diesjährigen Altstadtfest vor dem Bügeleisenhaus. Foto: Römer

„Wer diesmal nicht dabei sein wird, der wird wirklich etwas verpasst haben“, ist sich Georg Hartmann von Hattingen Marketing sicher. Dabei meint er das diesjährige Altstadtfest, das in seiner 39. Auflage vom 28. bis 30. Juni über vier Bühnen gehen wird.

Vor allem aber denkt der Geschäftsführer, der ja jetzt auch vom Kulturausschuss der Stadt „offiziell“ die Ausrichtung des „Festes der Feste“ in Hattingen übertragen bekommen hat, wie der STADTSPIEGEL bereits berichtete, an die Gradwanderung zwischen den einzelnen Stilen.
„Das haben wir diesmal besonders gut hinbekommen“, erläutert er. „Wir haben für jeden Geschmack etwas dabei: Rock, Pop, Jazz, Weltmusik und Blues. Und mit ,La Vie en Rose‘ sogar eine Travestieshow. Die Nachtschnittchen, die wieder von der Sparkasse präsentiert werden, sind mit ihrer Comedy ja bereits zum dritten Mal dabei.“
Damit die Höhepunkte auch gut „transportiert“ werden, gibt es zum ersten Mal statt des üblichen Programmflyers eine 20seitige Broschüre, die ab der kommenden Woche überall in der Stadt kostenlos zum Mitnehmen ausliegen wird. Georg Hartmann: „Natürlich passt sie nach wie vor in eine Hosen- oder Jackentasche. Neben den üblichen Infos über Bühnen, Auftrittszeiten und wer auftritt, haben wir diesmal zusätzlich die Programminhalte näher vorgestellt – teilweise jeweils mit Foto und einem kurzen Text sowie einer Webseite zum Nachlesen und Reinhören im Internet. Damit man die Infos immer dabei hat, kann man sie sich auch per QR-Code aufs Handy laden.“
Mit der Gestaltung der Broschüre beauftragt hat Hattingen Marketing den Hattinger Grafiker Timo Ronge. Ins Auge fallen da die, wie Georg Hartmann meint, „gewagten Farben“ in eher dunklen Tönen auf fast schwarzem Hintergrund des Deckblatts. Aus einigen der auftretenden Künstlernamen entstand dabei die Silhouette des Bügeleisenhauses.
Und noch etwas Neues: Zum ersten Mal herrscht auf dem gesamten Altstadtfest generelles Glas-Verbot beim Ausschank – nicht nur am Bunker-Parkplatz.
Neues auch von der Gema, die mit ihrer neuen Gebührenordnung ja hier und dort für einen empörten Aufschrei gesorgt hat. Nicht so in Hattingen, wie Georg Hartmann bestätigt: „Unterm Strich müssen wir weniger bezahlen als früher. Das ist der Vorteil einer solchen Traditionsveranstaltung wie dem Altstadtfest. Trotzdem wird auch in diesem Jahr das Altstadtfest mit rund 70.000 Euro zu Buche schlagen. Da sind wir froh, dass wir Sponsoren wie die Sparkasse Hattingen, Stauder, Gelsenwasser, Bogestra, Bad-Oase Hasenkamp, Willecke, Saturn, Olympia und Barrique im Boot haben.“
Rund 30 Bands sind es, die an den drei Tagen des Altstadtfestes auf den vier Bühnen Kirchplatz, Untermarkt, Krämersdorf und Bunker-Parkplatz (wieder in Zusammenarbeit mit der Musiker-Initiative Hattingen MIHA) auftreten werden.
Unter den klingenden Künstlernamen sind Wolf Codera, Sebel, die beide schon einmal dabei waren, die legendäre „PeeWee Blues Gang“, Herr Meier, „Macondito“ (mit Salsa-Tanzlehrer und Peter Brand am Saxofon, dem Leiter der städtischen Musikschule), Bollywood-Tanz, Tangetto-Maevo, eine Chor-Matinee und – als besonderer Tipp von Georg Hartmann, der sich sehr darauf freut – „King Size Clan“ mit einer Rhythm‘n‘Blues-Show.
Da ist es gut, dass die Bühne am Kirchplatz wieder die ursprüngliche Größe und den früheren Standort zurück hat, den viele bei den letzten Altstadtfesten vermisst hatten. Georg Hartmann: „Wir haben mit den Ordnungsbehörden und der Feuerwehr noch einmal gesprochen. Es ging dabei eigentlich nur um eine Wohnung, die feuerwehrtechnisch nicht zu erreichen war. Wir haben den Bewohnern jetzt fürs Altstadtfest einen Hotel-Gutschein geschenkt, so dass die Wohnung nicht bewohnt und unser Problem aus der Welt ist.“
Am Bunker bietet am Freitag ab 21.30 Uhr „Herbman Studio“ Ska und Reggae, während am Samstag mit „Kowalski“ einer der ganz Großen des Industrial Rock aufspielen wird. „Kowalski“? Kennen Sie nicht? Doch, denn dahinter verbirgt sich die Band von Uwe Fellensiek, dem Mitbegründer der in den 80er Jahren im hiesigen Raum legendären „Bertha and Friends“. Sogar im TV-Klassiker „Rockpalast“ durften die Bochumer live aufspielen. Heute ist Uwe Fellensiek mehr als Schauspieler bekannt. Unvergessen ist sein „Jupp Schatz“ aus „SK Kölsch“ oder seine Hauptrolle im ZDF-Seriendauerbrenner „Notruf Hafenkante“. Mit „Kowalski“ besinnt er sich wieder zurück auf seine musikalischen Wurzeln.
Neben der Musik gibt es auf der Langenberger Straße, Großen Weilstraße (allerdings nur mit Tapeziertischen), im St.-Georgs-Viertel und am Steinhagen den Kunsthandwerkermarkt „Kunst und Co“ mit rund 40 Verkaufsständen. Und die Sparkasse sorgt wieder mit ihrem „Kinderland“ am Krämersdorf dafür, dass auch die jüngsten Besucher sich aufs Altstadtfest freuen dürfen.
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2 Kommentare
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 14.05.2013 | 21:43  
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Hanni Borzel aus Arnsberg | 14.05.2013 | 22:59  
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