Ausstellung "Hattingen untertage"

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Sie machten schon einmal einen Rundgang durch die Ausstellung „Hattingen untertage“, die am 25. April im Hattinger Bügeleisenhaus eröffnet wird: (v.l.) Wilfried Maeh­ler, Bochumer Studienkreis für Bunker, Stollen, Deckungsgräben und unterirdische Fabrikationsanlagen, Jens Hendrix, Baudezernent der Stadt Hattingen und Schirmherr, Uwe Peise, Förderverein bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V., Arbeitskreis Hattingen, und Lars Friedrich, Vorsitzender vom Heimatverein Hattingen/Ruhr. Foto: Römer
  Hattingen: Bügeleisenhaus |

Am Anfang ist der Lochstein. Zumindest bei der Ausstellung „Hattingen untertage“, die am heutigen Samstag um 15 Uhr vom Heimatverein Hattingen/Ruhr im Bügeleisenhaus am Haldenplatz 1 eröffnet wird.

Lochstein? „Lochsteine wurden vom Bergamt über Tage an das Ende des vermessenen Grubenfeldes gesetzt“, klärt Lars Friedrich auf, Vorsitzender vom Heimatverein. „Der Grenzstein aus dem Magazin des Stadtmuseums, der die Eigentumsgrenze an der Zeche Tonne markierte, wird erstmals seit 1990 wieder öffentlich ausgestellt.“
Zeche Tonne? Auch dazu weiß Lars Friedrich mehr: „Die Steinkohlezeche Tonne gehört zu den ältesten Hattinger Zechen und war wohl bereits vor 1799 in Betrieb und wurde 1958 stillgelegt. ,Tonne‘ befand sich in Keusers Steinbruch im Stadtwald.“
Selbst alte Hattinger merken sicher schon jetzt, dass es bei „Hattingen untertage“ allerhand Neues zu erfahren gibt.
Sieben Themenräume rund um die Geschichte zahlreicher kleiner und größerer Stollenbetriebe im Hattinger Raum, aber auch um die Geschichte der Wasserversorgung in der Altstadt sowie Bunker in Hattingen handeln von der Hattinger Unterwelt.

"Oberwelt und Unterwelt"

Die sei übrigens fast immer genauso kostspielig wie „die Oberwelt“ mit den Häusern, Parks und Gärten, sagt Jens Hendrix, Baudezernent der Stadt, aber auch erstmals Schirmherr einer Ausstellung: „Deshalb heißt es oft, das Kapital einer Stadt liegt unter Tage. Dabei brauchen wir nur an die vielen Versorgungsleitungen und Kanäle dort unter der Oberfläche zu denken.“
Gezeigt werden im Bügeleisenhaus noch bis zum 6. Dezember rund 300 Objekte von fast 70 Leihgebern, welche die spannende Geschichte des Bergbaus im Raum Hattingen veranschaulichen.
Denn wer weiß schon, dass hier seit 1650 urkundlich über 270 (!) Zechen erwähnt sind, von denen manche schon viel früher Bestand hatten? Oder dass erst 1972 die letzte Zeche in Stüter zugemacht hat, die „Glücksstern II“, und damit noch drei Jahre später als die Zeche Alte Haase in Sprockhövel? Daher ist unter den Ausstellungsstücken auch eine große historische Karte, auf der praktisch alle Zechen des heutigen Ruhrgebiets und der damaligen „Grafschaft Mark“ eingezeichnet sind.

Grubenlampe und Schalker Knappe

Außerdem in der Ausstellung vertreten sind unzählige Grubenlampen, ein „echter“ Schalker Knappe, weil vom FC Schalke 04, 250 Jahre alte Bergbaurelikte, Bergbau-Trachten, ein altes Zechentelefon, als Leihgabe der Sparkasse Hattingen den Treidelbrunnen am Obermarkt „en miniature“, Fossilien sowie in einer Sonderausstellung Konsolenspiele aus den 80er Jahren zum Thema Bergbau, die sogar an einer Station selbst ausprobiert werden können, und noch viel mehr.
Zur Ausstellung bietet der Heimatverein reichlich Begleitveranstaltungen, auf die der STADTSPIEGEL rechtzeitig hinweisen wird.
Genauso wie auf die „offizielle“ Eröffnung von „Hattingen untertage“ am Sonntag, 17. Mai, dem Internationalen Museumstag, mit einem Knappen-Nachmittag, einem Grußwort von Schirmherren Jens Hendrix und einem bunten Rahmenprogramm.

Infos
 „Hattingen untertage“ ist im Bügeleisenhaus am Haldenplatz 1 noch bis zum 6. Dezember zu sehen.
 Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und an Feiertagen jeweils 15 bis 18 Uhr. Weitere Infos unter info@buegeleisenhaus.de
 Eintritt: Erwachsene zahlen zwei, ermäßigt 1,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.
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