Helfen Sie Kindern beim Abenteuer Lesen

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Brigitte Schulz, Jutta Kleinheisterkamp (beide gehören zum Freundeskreis der Stadtbibliothek und zu Mentor) und Rita Gohl (Freundeskreis der Stadtbibliothek, v.l.) liegt das Lesen am Herzen. Sie suchen Leselernhelfer. Foto: Pielorz
Hattingen: Stadtbibliothek |

Den „Freundeskreis der Stadtbibliothek“ gibt es schon seit rund einem dutzend Jahre. 2013 kam „Mentor Hattingen“ dazu. Beiden liegt das Lesen, vor allem bei Kindern, am Herzen. Auf einer Infoveranstaltung am Dienstag, 15. September, 18 Uhr, in der Stadtbibliothek suchen sie neue Mitstreiter.

Bei Kindern und Jugendlichen die Neugier auf Bücher zu wecken und sie zum Besuch der Stadtbibliothek zu bewegen – das ist das große Ziel. Rita Gohl hat schon vor sechzehn Jahren nicht nur ihren eigenen Kindern vorgelesen. „Damals hing das aber keiner an die große Glocke. Die Grundschulen erklärten, sie würden das Leseverständnis selber fördern und Hilfe von außen war kein Thema. Mit zunehmenden Migrantenzahlen und dem Erkennen, wie schwer sich auch manche deutsche Kinder beim Lesen tun, hat sich das geändert. Heute ist es für manche Schulen selbstverständlich geworden, die Leselernhelfer einzubinden.“
Aus dem Freundeskreis heraus hat sich nämlich 2013 eine Gruppe von heute 38 Aktiven gefunden, die in den Grundschulen Kinder beim Lesen unterstützen. In der Regel einmal pro Woche sitzen sie für eine Stunde mit einem Kind zusammen und blättern Bilderbücher durch, studieren erste Sätze und mehr. Und sie holen die Kinder dort ab, wo sie stehen: „Wenn sich ein Junge überhaupt nicht für das Lesen interessiert, aber sich für Fußball begeistern kann, dann kann ich ihn vielleicht durch Fußballgeschichten packen“, sagen die Buchexperten.

Infotermin am Dienstag, 15. September mit KiPA

Zwar hat nicht jede Grundschule auf Hattinger Stadtgebiet Interesse, die meisten aber schon. Und die Schulpflicht der Flüchtlingskinder macht die Zielgruppe jeden Tag größer. Deshalb werden neue Leselernhelfer dringend gesucht. Und natürlich wird kein Ehrenamtler einfach ins kalte Wasser geworfen. Es gibt selbstverständlich eine Einführung und zwischenzeitlich auch mal ein Seminar. In jedem Fall ist die ehrenamtliche Tätigkeit zeitlich sehr überschaubar. Und man fördert damit Kinder, die im Lesen dann hoffentlich bald ein Vergnügen sehen.
Oder, wie schon die österreichische Erzählerin und Aphoristikerin Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach sagte: „Lesen ist ein großes Wunder.“

Am Dienstag, 15. September, 18 Uhr, können sich Interessierte zum Projekt Leselernhelfer in der Stadtbibliothek informieren. Der Freundeskreis und Mentor stehen mit Rat und Tat zur Seite. Auch der Verein KiPA – Kinderpatenschaften wird vor Ort sein.
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