Realschüler tauchen ein in die Welt des Judentums

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Vor der Laubhütte am Giebel des Bügeleisenhauses haben auf unserem Foto Platz genommen (v.l.) Michelle Grabowski, Lisa-Marie Börner, Darwin Külgem, Paul Bormann (alle siebte Klasse), Sabine Rosenke (Vorsitzende des Fördervereins Realschule Grünstraße) und Judith Nockemann (Lehrerin für Biologie und Religion). Foto: Kosjak
Hattingen: Bügeleisenhaus |

„Schabbatt, Chanukka, Laubhüttenfest – das Unbekannte verstehen lernen“ heißt ein Projekt vom Heimatverein Hattingen. Als Kooperationsprojekt der Realschule Grünstraße, des Stadtarchivs und des Heimatvereins im Rahmen der Hattinger Aktionsreihe „Engel der Kulturen“) erklärt eine interaktive Sonderausstellung im Brunnenraum des Bügeleisenhauses bis zum 8. Dezember praktiziertes jüdisches Leben.

Eine der begleitenden Aktionen für Schulklassen zur Ausstellung beschäftigte sich mit dem Laubhüttenfest, das an das antike Erntedankfest angelehnt ist. Auf dem Platz vor dem „Museum im Bügeleisenhaus (MiBEH)“ bauten die Schüler eines Religionskurses der Realschule Grünstraße passend zur Ausstellung „Hattingen hat jüdisches Leben“ und zum derzeitigen Sukkot-Fest eine Laubhütte auf und verschenkten Obst – eine Spende der Firma Brandenstein.
Zum Laubhüttenfest bauen religiöse Juden in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten, als die Israeliten in provisorischen Behausungen wohnten, dort, wo sich Platz dafür bietet (im Garten, im Hof, auf dem Parkplatz, Balkon oder Dach) eine mit Ästen, Stroh oder Laub gedeckte Hütte, die Sukka, die unter freiem Himmel stehen muss.
Am Vortag hatten die Schüler Passanten angesprochen und gebeten, ihre Dankbarkeit schriftlich auf ‚Papierobst‘ auszudrücken. Notiert wurde beispielsweise Dank „...für Freunde“, „...für den Sport“, „...dass ich immer noch lebe“. Beschriftetes Papierobst ziert die Laubhütte und wird auf dem Foto von den Schülern gezeigt. Die Laubhütte wird später in der Ev. Kirche Winz-Baak ausgestellt werden.
Am Mittwoch, 2. Oktober, 18 Uhr, eröffnet im Bügeleisenhaus die Ausstellung „Hattingen hat jüdisches Leben – Religion im Alltag“.
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