44. Hattinger Altstadtfest: Tag drei mit Fazit von Georg Hartmann

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Die Chor-Matinee am Sonntagmittag gehört zu den festen Programmpunkten beim Altstadtfest. Hier zeigen Hattinger Gesangsvereine ihre ganze musikalische Bandbreite. Foto: Groß
 
Das sind die echten "Altstadtfest-Helden": Trotz strömenden Regens harren diese Unentwegten bei der Darbietung von Jasmins Tanzstudio Let's dance am frühen Sonntagnachmittag tapfer aus. Foto: Groß
Hattingen: Hattingen |

Es waren das Wetter und die tollen Bands, welche die ersten beiden Tage des 44. Hattinger Altstadtfestes ausmachten. Klasse Bands und Auftritte gab es auch am Sonntag, doch Petrus spielte nicht mehr mit, schickte Kälte und zwischenzeitlich einen Wolkenbruch, so dass Bands und Auftritte buchstäblich ins Wasser fielen oder untergingen mangels Publikum.

Dabei gab es auch am Sonntag Musikbeiträge vom Feinsten – beispielsweise durch die Hattinger Chöre, die auf dem Kirchplatz bei ihrer Matinée bewiesen, dass das Chorwesen in der einstigen Chöre-Hochburg Hattingen nach wie vor einen hohen Stellenwert genießt.
Großes Pech hatten die großen und kleinen Tanzmäuse von Jasmins Tanzstudio Let‘s dance. Ausgerechnet bei ihrem Auftritt öffnete der Himmel seine Schleusen. Auch „Batida Diferente“ danach hätte mit ihrer modernen brasilianischen populären Musik mehr als nur ein Dutzend Unentwegte im Publikum verdient gehabt.
Leider litt auch der großartige Auftritt von „Jazzabilly“ wetterbedingt unter Publikumsschwund, was auf keinen Fall an der musikalischen Qualität gelegen hat.
Am Untermarkt „bettelte“ die eigentlich mobile Band „ComboCombo“ geradezu darum, dass jemand stehenblieb, um ihnen zuzuhören...
Auch im Sparkassen-Kinderland – sonst immer ein Garant für lärmenden Kinderspaß – hielt sich die Menge junger Altstadtfest-Besucher in Grenzen. Wer hat schon Lust, auf und in Krokodil „Kroki“ zu rutschen und zu hüpfen, wenn es feucht und kühl ist?
Dennoch zieht Georg Hartmann, als Geschäftsführer von Hattingen Marketing Veranstalter des Altstadtfestes, gerade aufs Wetter bezogen ein positives Fazit: „Eigentlich können wir uns über die äußeren Bedingungen gar nicht beklagen. Der Freitag war gut, der Samstag bot super Sommerwetter im Mai und der Sonntag war weniger schlimm als erwartet. Es gab zum Glück doch keinen mit Hagel durchsetzten Starkregen und auch keine angekündigten Sturmböen.“
Nach dem gewohnt eher verhaltenen Beginn am Freitag gab es mit Banda Senderos seiner Meinung nach gleich einen Höhepunkt der Jung und Alt gleichermaßen begeistert hätte: „Die Banda passte prima als Auftakt am Kirchplatz – auch dank der super Akustik durch unsere Technik, mit der wir seit Jahren hervorragend zusammen arbeiten. Am Obermarkt hatten wir eine Ruhezone geschaffen mit dem Sänger und Gitarristen Daniel Gardenier.“
Im Gegensatz zu Freitag seien bereits Samstag am frühen Nachmittag die Menschen in die Stadt geströmt: „Wir haben wieder sehr viele Menschen bewegt. Das ist angesichts der vielen Termine in und um Hattingen herum wieder einmal gut gelungen. Unser Altstadtfest ist eben eine Marke.“
Das Podest am Untermarkt statt einer Bühne dort sei ein Experiment gewesen: „Dies wollen wir unbedingt weiterführen, vielleicht künftig verstärkt mit musikalischen Walking-Acts. Das kommt sehr gut an, wie ja diesmal bei den ,Speedos‘ zu erleben war. Auch den dortigen Gastronomen kommt das zugute, denn daran zu denken und dies auch umzusetzen gehört ebenfalls zu unseren Aufgaben als Stadtmarketing. Das haben wir diesmal gut erfüllt.“
Georg Hartmann: „Wenn Hattinger zusammenstehen und Spaß haben – das ist doch eine tolle Sache. Mit Schönrederei hat das doch nichts zu tun.“
Bezogen auf die Diskussion um die Termine des Altstadtfestes meint der Marketing-Geschäftsführer: „Ich halte nichts davon, die Veranstaltungen in Hattingen gegeneinander aufzurechnen, was einen höheren Stellenwert hat und was nicht. Ich kann nur sagen, dass wir die Termine fürs Altstadtfest mit unseren Partnern und Sponsoren absprechen und später auch mit der Polizei. Das ist also schon sehr intensiv. Unser seit Jahren verlässlicher Caterer muss beispielsweise genauso Zeit haben wie auch Peter Lihs mit Kunst & Co. Der Termin darf wegen der beteiligten Schulen nicht in den Ferien liegen oder direkt danach. Das muss die Politik bedenken bei ihren Vorgaben. Mit einem Fixtermin ist es nicht getan ab 2021.“
Ein Lob richtet Georg Hartmann an seine Mitarbeiterin Sandra Glomb. Als Projektleiterin habe sie für eine reibungslose Organisation gesorgt: „Dafür, dass die Zäune am Bunker-Parkplatz erst am Montagmorgen weggeräumt worden sind, so dass der Parkplatz Sonntag nicht zur Verfügung stand, können wir nichts. Erstmals waren wir zwar für die Zäune dort zuständig und nicht der Fachbereich 70, die Stadtbetriebe, aber der Unternehmer hat uns klar gesagt, dass sie sonntags nicht arbeiten.“
Und noch eine Personalie hebt Georg Hartmann hervor: „Großes Lob gilt auch der Hattinger Polizei und vor allem Einsatzleiter Wolfgang Sahmel. Er hat die Einsätze mit viel Fingerspitzengefühl und Übersicht geleitet. Der Polizeihauptkommissar hat sich sozusagen zum Abschied freiwillig zum Dienst beim Altstadtfest gemeldet, denn Ende des Jahres geht er in den Ruhestand.“
Zum guten Schluss kann Georg Hartmann außerdem verkünden: „Zum Glück trägt sich das Altstadtfest finanziell auch diesmal wieder.“
Noch viel mehr Fotos von STADTSPIEGEL-Fotograf Holger Groß vom Sonntag finden sich hier! Zu den Fotos und den Texten von Freitag und Samstag geht es hier und HIER!
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1 Kommentar
Roland Römer aus Hattingen | 14.05.2018 | 14:14  
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