Abenteuer in Hattingen: Flöße, Fakten, Ferienspaß

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alle Fotos: Römer
  Hattingen: Bochumer Kanuclub |

„Wann dürfen wir denn endlich los?“ Diese Frage war am meisten zu hören von den Ferienspaß-Kindern, die bei „Floß ahoi!“ vom Bochumer Kanu Club an der Kost Flöße gebaut und übernachtet hatten. Klar, dass sie am letzten Tag ihre schwimmenden Untersätze schnell auf der Ruhr testen wollten.

Gebaut hatten sie teils abenteuerliche Gefährte. See- oder auch nur Wassertauglichkeit schien da zunächst eher eine untergeordnete Rolle gespielt zu haben. Allein das Aussehen sollte es machen.
Doch dann kam sie endlich, die Bewährungsprobe auf der Ruhr. Dabei zeigte sich, dass doch so mancher Floßbauer zu hoch hinaus gewollt hatte – der Schwerkraft zum Trotz. So musste das ein oder andere Floß „oben rum“ deutlich abgespeckt werden. Letztlich blieb dann manchmal doch nur eine Europalette übrig, die beispielsweise durch von der Sparkasse gestiftete Bälle als Basis schwimmfähig gemacht worden war.
Erstaunlich, dass die Sponsoren, die sich diesen Spaß vor Ort nicht entgehen lassen wollten, so viel Zeit verbrachten beim Zusehen. Und beim Schwelgen in Erinnerungen.
Jürgen Wille beispielsweise, Geschäftsführer der Stadtwerke Hattingen, fühlte sich an seine Studentenzeit in Köln erinnert. Damals sei er im Kanu mit Kommilitonen die Ardèche im südlichen Frankreich hinuntergefahren, erzählte er schwärmerisch. Und Jürgen Wille hieß den STADTSPIEGEL zu dokumentieren, dass er für diesen Termin im nächsten Jahr 500 Euro spenden wolle für Grillgut und Getränke. Wer wird das schon vergessen bis 2016..!?
Nicht zu toppen allerdings Thomas Alexander, Marketingleiter der Volksbank. Er hat gerade eben für sich, seine Frau und ihren gemeinsamen Hund ein aufblasbares Kanu erworben, mit dem er gern selbst auf der Ruhr zwischen der Kemnade und Dahlhausen unterwegs ist.
Aber eigentlich standen an diesem Tag ja die Kinder im Mittelpunkt, die sich zum einen bei den Ferienspaß-Sponsoren bedanken, zum anderen aber noch lieber ihre Flöße austesten wollten.
Als endlich alle sieben Flöße im Wasser lagen, der Proviant im begleitenden Feuerwehrboot untergebracht war, ging es schließlich los.
Ein Boot der DLRG hielt sich immer in Nähe der Flöße auf, die jedoch im Wasser ein bedeutend stabileres Bild abgaben als an Land. Bis zur ersten Biegung der Ruhr jedenfalls musste niemand aus dem Wasser gerettet werden. Für den Fall des Falles waren eigens DLRG-Mitglieder in Neopren-Anzügen im Wasser, welche die abenteuerliche und an „Tom Sawyer“, den Abenteuer-Klassiker am Mississippi von Mark Twain, erinnernde Floß-Phalanx schwimmend begleiteten.
Der Fahrt führte an den Bootssteg auf der Ruhrseite von „Landhaus Grum“. Dort gab es Würstchen und Getränke als Abschluss dieser zweitägigen gelungenen Veranstaltung – auch wenn es des Nachts beim Schlafen in den Zelten dem Vernehmen nach nicht sonderlich behaglich gewesen sein soll.
Positiv ist das kurze Fazit, das Organisator Olaf Jacksteit über den 43. Hattinger Ferienspaß zog: „Auch dank der Sponsoren, bei denen wir uns heute alle bedanken möchten, läuft der diesjährige städtische Ferienspaß wieder sehr gut und wir konnten in gewohnter Weise ein breit gefächertes, gemeinschaftliches Ferienspaßprogramm zusammenstellen, bei dem die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen nebenbei auch wieder eine Menge lernten.“
Anfangs habe es den üblichen „Run“ auf die Ferienspaß-Karten gegeben. Nach zwei Wochen kam auch diesmal ein Einbruch beim Kartenverkauf, aber alle Abenteuerspielplätze waren wieder ausgebucht.
Olaf Jacksteit: „Wir hatten dennoch Karten über, weil wegen des schönen Wetters viele angemeldete Kinder lieber ins Freibad wollten. So habe ich nach 30 Jahren Abenteuerspielplatz erfahren, dass schlechtes Wetter auch 30 Grad Hitze und mehr bedeuten kann – obwohl wir da Vorsorge treffen und auch immer wenigstens ein kleines Becken aufstellen.“
Trotz guter Nachfrage sind in diesem Jahr zwei Veranstaltungen beim Ferienspaß ausgefallen, weil ein Mitarbeiter kurzfristig einen neuen Aufgabenbereich zugeteilt bekommen hatte: die beiden Wochenangebote „Haus des Horrors“ und „Ich weiß, wo Deine Ferien wohnen“.
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